Was heute wichtig ist

14.10.2016

Thailand trauert um Monarchen Bhumibol Adulyadej. König Adulyadej regierte Thailand 70 Jahre lang. Er überdauerte in seiner Regentschaft 18 Militärcoups und 26 Regierungschefs. Am Donnerstag ist er nach langer Krankheit verstorben. Die offizielle Trauer wird ein Jahr lang anhalten. Kronprinz Maha Vajiralongkorn wird auf den König folgen, er bat darum, seine Krönung aufzuschieben.
BBC: Thais mourn death of revered King Bhumibol Adulyadej
NZZ: Gottähnlicher Monarch mit weltlichem Machtinstinkt

Waffenstillstand mit FARC-Rebellen wird bis Jahresende ausgedehnt. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos verlängerte die Waffenruhe bis zum 31. Dezember. Er hofft, dass ein Friedensabkommen eingeleitet werden kann. Er unterstrich dabei, dass der Termin „weder Ultimatum noch eine Frist“ sei. Nachdem Kolumbien sich im August auf einen Friedensvertrag mit den Rebellen einigte, stimmten die kolumbianischen Bürger im Oktober gegen das Abkommen. In der letzten Woche bekam Präsident Santos für seine Anstrengungen um eine Versöhnung den Friedensnobelpreis.
NZZ: Waffenstillstand mit Farc wird bis Jahresende verlängert
NZZ.at: Wo ein Ego ist, ist auch ein Weg

„Europa sendet Botschaft eigener Unproduktivität an die Welt.“ Kanadas Premierminister Justin Trudeau fürchtet, das Handelsabkommen CETA werde nicht zustande kommen. Europa müsse nun zeigen „wozu die EU gut ist“, sagte er am Donnerstag in Ottawa. Trudeau warnte, dass die EU künftig keine Handelspartner finden werde, wenn sie das Abkommen nicht annehme. Dies wäre ein eindeutiges Zeichen der Unproduktivität des Kontinents. In vielen europäischen Ländern wehrt man sich gegen CETA. Allein in Deutschland haben 200.000 Bürger Klage gegen das Handelsabkommen eingereicht.
NZZ: Trudeau warnt vor Scheitern von Ceta
NZZ.at: „Ja, aber“ sagt das Verfassungsgericht zu CETA

USA holen zum Vergeltungsschlag gegen Huthi-Rebellen aus. Erstmals haben die USA in den Krieg im Jemen eingegriffen. Dabei schossen sie Marschflugkörper auf Radarstationen der Rebellen. Der Angriff wurde von US-Präsident Barack Obama genehmigt. Die Offensive sei, laut einer Aussendung des Pentagon, ein Vergeltungsschlag gegen die Huthi-Rebellen. Diese hatten zuvor US-Kriegsschiffe angegriffen. Die Zerstörer der US-Marine nahmen dabei keinen Schaden. Die Gefahr auf Kollateralschaden soll, aufgrund der Lage der Ziele, gering sein.
NZZ: Jemen-Krieg: USA greifen erstmals direkt ein
rt.com: USA greifen direkt in Jemen-Krieg ein: Marschflugkörper „zur Selbstverteidigung“ gegen Huthi-Gebiete

USA planen weitere militärische Interventionen in Syrien. Wie Insider berichten, überlegen Obama und seine Berater noch diese Woche militärische Alternativen in Syrien. Unter anderem sollen Angriffe auf syrische Munitionsdepots und Militärstützpunkte geplant werden. Dabei würden jedoch auch russische Einheiten Gefahr laufen, unter Beschuss zu geraten.
ORF: USA prüfen laut Insidern militärische Syrien-Optionen