Was heute wichtig ist

15.07.2016

Bei einem Anschlag in Nizza wurden mindestens 80 Personen getötet. Kurz nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag ist ein Lastwagen in die Menge auf der Strandpromenade Promenade des Anglais gerast. Das Fahrzeug kam erst nach zwei Kilometern Fahrt zum Stehen, der Fahrer wurde beim Verlassen des Lkws erschossen. Laut Innenministerium wurden bei dem Anschlag mindestens 80 Menschen getötet und 18 weitere schwer verletzt. Frankreichs Präsident Hollande kündigte am Freitagmorgen die Verlängerung des Ausnahmezustands um drei weitere Monate an. Der Anschlag von Nizza hat nach Worten von Frankreichs Staatschef François Hollande eindeutig einen „terroristischen“ Hintergrund. Unter den Toten seien auch etliche Kinder, sagte der Präsident in der Nacht auf Freitag im Fernsehen.
Blutiger Terror in Nizza
Anschlag in Nizza: Was wir wissen, was unklar ist auf NZZ.at
BBC: Many dead in Nice terror attack

Trumps Vizepräsident. Trump wählt den Gouverneur von Indiana offenbar zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten. Mehrere amerikanische Medien berichteten am Donnerstagabend, dass Trump sich für den Gouverneur Mike Pence (Indiana) entschieden habe. Eigentlich wollte Trump den Kandidaten am Freitag bekanntgeben, verschob die Medienkonferenz aber wegen des Anschlags in Nizza.
NYTimes zu Trumps Vize-Plänen
Trump hat sich offenbar für Vize entschieden – NZZ

Bayer bessert sein Angebot für den US-Saatguthersteller Monsanto nach. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern teilte am Donnerstagabend mit, er biete nun 125 Dollar pro Aktie. Das sind drei Dollar mehr pro Aktie als bisher. Der US-Saatguthersteller hatte das Bayer-Angebot im Mai abgelehnt, aber Gesprächsbereitschaft bekundet.
Bayer bietet mehr für Monsanto – NZZ

May erntet Kritik für Personalrochaden. Großbritanniens neue Premierministerin Theresa May ist mit ihren ersten Personalentscheidungen auf teils harsche Kritik in Europas Hauptstädten gestoßen. Besonders umstritten ist die Ernennung des Brexit-Befürworters und ehemaligen Londoner Bürgermeisters Boris Johnson zum Außenminister. Johnson meinte nach der Kritik an seiner Ernennung, es sei „unvermeidbar“, dass in europäischen Staatskanzleien „eine gewisse Menge Putz von der Decke kommt“.
NZZ.at: Des Boris Johnsons Bändigung

Péter Esterházy ist tot. Der ungarische Schriftsteller erlag im Alter von 66 Jahren seiner Krebserkrankung. 2004 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Nachruf der NZZ: Ein großer Dichter und ein tapferer Ungar