Was heute wichtig ist

15.11.2015

Ermittlungen nach Pariser Terrornacht. Die französischen Behörden suchen nach einem möglichen Attentäter, der flüchtig ist, mit weltweitem Haftbefehl. Sieben der Männer, die am Freitagabend insgesamt 129 Menschen an sechs Orten in der Pariser Innenstadt ermordet haben, sind tot. Sechs sprengten sich selbst in die Luft, einer wurde von Polizisten im Konzertgebäude Bataclan erschossen, wo die Attentäter 89 Menschen getötet hatten. In Frankreich und Belgien wurden im Zusammenhang mit der Tat mehrere Menschen verhaftet, darunter auch Angehörige der Attentäter. In Paris gingen am Sonntag die Menschen trotz Versammlungsverbots auf die Straßen, um gegen die Anschläge zu demonstrieren.
NZZ.at-Sonderbriefing
BBC: Live-Ticker
The Guardian: Live-Ticker

Völkergemeinschaft zeigt sich solidarisch. Vom UNO-Generalsekretär über den Papst bis zur iranischen Staatsführung solidarisiert sich die internationale Gemeinschaft mit Frankreich. US-Präsident Obama kündigte an, die Geheimdienstzusammenarbeit mit Paris verstärken zu wollen.
FAZ: Internationale Reaktionen – „Ein Anschlag auf die gesamte Menschheit“

Neun Verhaftungen nach Anschlag in Beirut. Die libanesischen Behörden haben sechs Verdächtige, einen Palästinenser und fünf Syrer, verhaftet, die im Zusammenhang mit zwei Selbstmordanschlägen am Donnerstag stehen sollen. Dabei kamen 43 Menschen ums Leben. Der IS bekannte sich zu den Attentaten. Die libanesische Hisbollah unterstützt im Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien dessen Diktator Assad.
New York Times: Beirut, Also the Site of Deadly Attacks, Feels Forgotten

Chancen auf friedlichen Machtwechsel in Myanmar. Der birmesische Präsident Thein Sein hat angekündigt, den Wahlsieg der Opposition zu akzeptieren. Sein war früher Teil der Militärjunta, die das heutige Myanmar (ehemals Birma/Burma) jahrzehntelang regierte. Die heurige Parlamentswahl war die erste freie, seit die Generäle den Übergang zur Demokratie angekündigt haben. Die langjährige Oppostionsführerin Aung San Suu Kyi ging daraus als Siegerin hervor. Da das Militär auch die letzten freien Wahlen 1990 nicht anerkannt hat, bestehen Befürchtungen, dies könnte nun wieder geschehen.
The Guardian: Myanmar president promises smooth handover of power