Was heute wichtig ist

16.01.2016

Mindestens 23 Tote bei Terrorattacken in Burkina Faso. Bewaffnete eröffneten in der Nacht auf Samstag das Feuer in dem bei Ausländern beliebten Luxushotel Splendid in der Hauptstadt Ouagadougou. Zunächst verschanzten sich die Attentäter mit Geiseln in dem Hotel. Die Polizei stürmte in den Morgenstunden das fünfstöckige Gebäude und befreite fast 130 Geiseln. Der Einsatz wurde am späten Vormittag von den Behörden als beendet erklärt. Kurz darauf erfolgten Meldungen eines weiteren Angriffs auf ein nahegelegenes Hotel. Die Terrorgruppe „Al-Qaida im islamischen Maghreb“ (AQM) bekannte sich zu den Anschlägen: Es handle sich um die „Rache an Frankreich und dem ungläubigen Westen“, wie AQM über das Internet verkündete. Das Nachbarland Malis war bisher weitgehend von radikal-islamischem Terror verschont geblieben.
Bericht auf NZZ.ch

Österreicher in Burkina Faso entführt. Zwei Österreicher sollen im Norden von Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali entführt worden sein, hieß am Samstag aus dem Sicherheitsministerium des westafrikanischen Landes. Ein Arzt und seine Frau wurden laut den burkinischen Behörden in der Region Baraboule entführt. Das Außenministerium in Wien konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen. „Wir versuchen, dem Ganzen so schnell wie möglich nachzugehen“, sagte Sprecher Thomas Schnöll der APA.

Taiwan erhält neue Regierung. Bei den am Samstag stattgefundenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Taiwan konnte die oppositionelle Demokratische Fortschrittspartei (DPP) ersten Ergebnissen zufolge einen Sieg erringen. Mit der Spitzenkandidaten Tsai Ing-wen würde somit erstmals eine Frau das oberste Amt im Land bekleiden. Eine Regierungsbildung der DPP könnte die Beziehungen des Inselstaates zu China verschlechtern. Die DPP steht für ein souveränes Taiwan, was den Machthabern in Peking ein Dorn im Auge ist. Zuletzt hatten sich Taiwan und das Festland unter der bisher regierenden Kuomintang angenähert.
Bericht auf BBC

Sanktionen gegen den Iran sollen aufgehoben werden. Noch heute würden die internationalen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, sagte Außenminister Mohammad Javad Zarif am Samstag. Zarif ist derzeit mit seinem US-Amtskollegen John Kerry zu Verhandlungen über den Atom-Deal in Wien. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) werde in Kürze bestätigen, dass der Iran seine nuklearen Aktivitäten gemäß Vereinbarung eingeschränkt habe. Der Iran hatte sich dazu verpflichtet, seine Urananreicherung stark zurückzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Ein Ende der Sanktionen würde eingefrorene Mittel in Milliardenhöhe freisetzen sowie den Weltmarkt für iranisches Erdöl öffnen.
Bericht auf NZZ-ch

Chaotischer Wechsel an der SPÖ-Parteispitze in Oberösterreich. Nach Auseinandersetzungen am Vorabend des Landesparteitages legte Reinhold Entholzer sein Amt als Parteichef der SPÖ Oberösterreich nieder. Sein Nachfolger soll bis auf Weiteres OÖ-Arbeiterkammer-Chef Johann Kalliauer werden. Zuvor stieß ein geplanter Austausch innerhalb der Parteigeschäftsführung auf Widerstand: Entholzer setzte die bisherigen Geschäftsführer Roland Schwandner und den Linzer Peter Binder ab und stellte die stellvertretende Frauenvorsitzende Sabine Schatz als neue Geschäftsführerin vor. Der Alleingang des SPÖ-Chefs löste heftigen Protest des Linzer Bürgermeisters Klaus Lugers aus, der noch am Freitag alle Funktionen in der Landespartei zurücklegte. Der Schritt führte zu einer nächtlichen Krisensitzung des Parteipräsidiums, die in der Neubesetzung des Chefsessels durch Kalliauer mündete. Reinhold Entholzer will weiterhin Landesrat bleiben.
Bericht auf ORF.at

Schäuble will mit Benzinabgabe die Flüchtlingskrise bewältigen. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schlägt die Einführung einer Flüchtlingsabgabe in allen 28 Mitgliedstaaten zur Finanzierung der Grenzkontrollen vor. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung nannte Schäuble eine Abgabe auf jeden Liter Benzin in einer bestimmten Höhe als mögliches Instrument.
Zum Gespräch mit der SZ