Was heute wichtig ist

16.08.2016

Trump will als US-Präsident weniger in fremde Staaten eingreifen. Donald Trump hat für eine US-Außenpolitik unter seiner Präsidentschaft ein Umdenken bei Interventionen in fremden Ländern versprochen. „Die Ära des Formens von Staaten wird sehr schnell und entschieden beendet“, sagte er am Montag bei einer außenpolitischen Grundsatzrede in Youngstown (Ohio). Trump rief den Kampf gegen die Ausbreitung des radikalen Islamismus zum Hauptziel der USA unter seiner Führung aus, indem er an Tugenden des Kalten Krieges gegen „den bösen Kommunismus“ erinnerte. Im Falle einer Wahl würde er Einwanderer verschärft kontrollieren, auch mittels eines „Ideologietests“. Deutschland führte Trump als abschreckendes Beispiel für den Umgang mit Flüchtlingen an. „Hillary Clinton will die Angela Merkel Amerikas werden“, unterstellte er seiner demokratischen Rivalin mit Blick auf die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin.
Donald Trump’s terrorism plan mixes cold war concepts with limits on immigrants
Donald Trump calls for ‚extreme vetting‘ of immigrants to US
Trump proposes ‚extreme vetting test for immigrants who may support Isis

Vereinigte Arabische Emirate nehmen 15 Gefangene aus Guantánamo auf. Die USA haben für 15 Männer aus dem Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba eine neue Unterbringung gefunden. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sich zur Aufnahme der Häftlinge nach jahrelanger Gefangenschaft bereit erklärt, teilte das Außenministerium in Washington mit. Damit verbleiben noch 61 Insassen im umstrittenen Gefangenenlager. Es handelt sich um die umfangreichste Freilassung unter Obama. Der US-Präsident hatte zu Beginn seiner achtjährigen Amtszeit erklärt, das Lager schließen zu wollen.
USA überführen 15 Guantánamo-Häftlinge in die Emirate
Guanatanamo Bay: US in largest detainee transfer under Obama

VW verhandelt in USA über nächste Strafe im Abgasskandal. VW hat Insidern zufolge in den USA erste Gespräche mit Vertretern des Justizministeriums in Washington über eine Einigung zu strafrechtlichen Ermittlungen im Abgasskandal geführt. Laut Wall Street Journal muss der deutsche Autobauer mit einer Strafe von mehr als 1,2 Milliarden Dollar (1,07 Mrd. Euro) rechnen. Neben milliardenschweren Entschädigungszahlungen droht möglicherweise auch ein Strafverfahren, das mit einer hohen Geldstrafe enden könnte. Volkswagen hat bereits eine Reihe von Vereinbarungen mit US-Behörden zur Bewältigung des Skandals um manipulierte Dieselabgaswerte getroffen. Im Juni hatte sich der Konzern bereit erklärt, knapp 15 Mrd. Dollar (13,5 Mrd. Euro) zu zahlen, einen Großteil davon für Entschädigungen betroffener Kunden.
VW verhandelt laut Insidern über nächste Strafe

Elf Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus im Jemen. Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz sind nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MFS) mindestens 11 Zivilisten getötet und 19 weitere verletzt worden. Unter den Opfern befänden sich viele Frauen und Kinder sowie auch ein Mitarbeiter der MFS. Bei der Klinik handle es sich um eine von der Hilfsorganisation unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz, welche von den Huthi-Rebellen kontrolliert wird. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte den Angriff. Alle Konfliktparteien hätten von der Lage des Krankenhauses Kenntnis gehabt.
Jemen: Mindestes elf Tote bei Angriff auf Krankenhaus
Mehrere Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus im Jemen

Mindestens vier Todesopfer bei Erdbeben in Peru. In der Nacht auf Montag (Ortszeit) erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,3 das Andenland. Nach Angaben der Erdbebenwarte IGP befand sich das Zentrum des Bebens in acht Kilometer Tiefe bei Chivay, 750 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima. Unter den identifizierten Toten befindet sich auch ein 66-jähriger US-Staatsbürger. Mindestens 52 Menschen wurden verletzt, mehr als 120 Häuser sind eingestürzt. Peru wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. Am 15. August 2007 starben fast 600 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,9 in Pisco.
Peru: Mindestens vier Todesopfer bei Erdbeben
Shallow Quake in Peru kills at least 4, including U.S. tourist