Was heute wichtig ist

16.11.2015

Frankreich fliegt Luftangriffe gegen IS in Syrien. Nach den tödlichen Terrorangriffen von Paris hat die französische Luftwaffe die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Die massiven Bombardements richteten sich gegen die IS-Hochburg Rakka, wie AFP unter Berufung auf das französische Verteidigungsministerium berichtete.
Andreas Rüesch analysiert, wie Frankreich bisher gegen den IS im Einsatz war

Zwei der Attentäter von Paris sollen als Flüchtlinge nach Europa eingereist sein. Ob sie dabei über österreichische Grenzen gekommen sind, wird die Polizei nur schwer klären können.
Christoph Zotter erklärt, warum

Die Spur führt nach Brüssel. Nach den Pariser Anschlägen verfolgen die Ermittler eine heiße Spur nach Brüssel: Zwei der toten Attentäter seien Franzosen gewesen, die zuletzt in Belgien gelebt hätten, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Bei Paris wurde ein von den Attentätern in Belgien gemieteter Seat mit zwei Kalaschnikows gefunden, zudem wurde ein aus Brüssel stammender Bruder eines Attentäters zur Fahndung ausgeschrieben.
Der aktuelle Stand der Ermittlungen in der NZZ

EU-Außenminister beraten. Unter dem Eindruck der Terroranschläge von Paris kommen heute ab 9.30 in Brüssel die Außenminister der EU-Staaten zusammen. Auf der offiziellen Tagesordnung des Treffens stehen Gespräche über den festgefahrenen Friedensprozess im Nahen Osten sowie die Ergebnisse der Syrien-Konferenz am Samstag in Wien. Es dürfte aber auch erste Diskussionen über mögliche Reaktionen der EU auf die Terroranschläge in Paris geben.
Bernhard Schinwald zweifelt, dass den Anschlägen eine europäische Strategie folgen wird

Mikl-Leitner leitet wegen Terrors Sofortmaßnahmen ein. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat als Reaktion auf Paris Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet. Dabei handelt es sich vor allem um eine Stärkung in Spezialbereichen des Staatsschutzes, des Bundeskriminalamts und der Spezialeinheiten. Basis für die Maßnahmen sind Empfehlungen der Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit. Ab sofort soll es eine verstärkte Schleierfahndung, eine Stärkung der Analyseabteilungen des Staatsschutzes, erhöhte Observationsmaßnahmen und zusätzliche Investitionen in Strukturermittlungen geben, heißt es der APA zufolge in einem Papier des Innenressorts.

Alle Artikel zum Terror in Paris und den Folgen auf NZZ.at →

Ban plant Besuch in Nordkorea. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon plant der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge einen  Besuch in Nordkorea. Ban werde noch in dieser Woche in das abgeschottete Land reisen. Es wäre der erste Besuch eines UNO-Generalsekretärs in dem kommunistischen Land seit 1993. Ein Sprecher der Vereinten Nationen wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

Japan erneut in der Rezession. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach China und den USA schrumpfte im dritten Quartal binnen Jahresfrist überraschend kräftig um 0,8 Prozent und damit das zweite Vierteljahr in Folge.

Steuerflüchtlinge vor Parlamentsausschuss. Amazon, Coca-Cola, Facebook und weitere Großkonzerne stehen heute einem Sonderausschuss des Europaparlaments Rede und Antwort. Die Abgeordneten wollen die Firmen zu umstrittenen Steuerpraktiken befragen.