Was heute wichtig ist

17.01.2016

Iran feiert das Ende der Sanktionen. Rund sechs Monate nach dem Atomabkommen hebt der Westen seine Sanktionen gegen den Iran auf. Dies erklärten der US-Außenminister John Kerry und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Samstag in Wien. Unmittelbar zuvor hatte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) dem Iran bescheinigt, alle Verpflichtungen des Abkommens vom vergangenen Juli erfüllt zu haben. Irans Präsident Hassan Rohani hat die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen sein Land begrüßt, in der Geschichte des Iran sei eine „goldene Seite“ aufgeschlagen worden, so Rohani in einer Ansprache vor dem Parlament am Sonntag.
Welche Wirtschaftssanktionen nun aufgehoben werden – NZZ.at
CNN zum Ende der Sanktionen

Saudische Aktien stürzen ab. Als Reaktion auf den iranischen Wiederaufstieg auf das internationale Parkett haben die Aktien in Saudi-Arabien kräftig nachgegeben. Zusammen mit den deutlich gefallenen Ölpreisen erwarten Investoren offenbar eine Verschärfung im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran um die regionale Vormachtstellung, der auch auf dem Ölmarkt ausgetragen wird.
Bloomberg zum Aktien-Tumult im Mittleren Osten
NZZ.at: Die Erdölbranche im Überlebensmodus

Faymann sorgt für Verwirrung. Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zum Umgang Österreichs mit Flüchtlingen haben am Wochenende international für Verwirrung gesorgt. „Österreich setzt Schengen aus“, meldete etwa die italienische Nachrichtenagentur ANSA und mit ihr viele Tageszeitungen. Auslöser dürfte eine Vorab-Presseaussendung der Tageszeitung Österreich zu einem Interview mit dem Kanzler gewesen sein. Darin sagt Faymann: „Wir haben Schengen temporär außer Kraft gesetzt, es gilt die Ausweispflicht. Und wenn die EU es nicht schafft, die Außengrenzen zu sichern, wird Schengen als Ganzes infrage gestellt. Dann muss jedes Land seine nationalen Grenzen kontrollieren.“
Faymann-Interview mit Österreich

Obama erklärt Notstand in Michigan. Wegen einer Blei-Verseuchung des Trinkwassers in einer Großstadt hat US-Präsident Barack Obama den Notstand im US-Staat Michigan erklärt. Trinkwasser wird ebenso bereitgestellt wie Wasserfilter und Test-Sets für eine Dauer von bis zu drei Monaten. Im Rahmen von Sparmaßnahmen hatte die Stadtverwaltung von Flint 2014 damit begonnen, Wasser aus dem Fluss zur Trinkwassergewinnung zu entnehmen. Allerdings kann die Kläranlage das Flusswasser nicht entsprechend aufbereiten.
BBC-Bericht zum Notstand in Flint

Kritik an Merkel. Nach den Übergriffen in Köln verschärft sich die Debatte in Deutschland zusehends. Nach eiligen Reformen des Strafrechts hat der CSU-Chef Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel ein Ultimatum von zwei Wochen gesetzt, um die Flüchtlingspolitik zu ändern, berichten Medien. Auch Ministerpräsidenten aus den Reihen der Sozialdemokraten (SPD) fordern einen Kurswechsel.
Deutschland: Die Stimmung kippt – NZZ.at

IS-Miliz entführte mehr als 400 Zivilisten in Syrien. Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten mehr als 400 Zivilisten in Syrien entführt. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, verschleppten die Dschihadisten ihre Opfer aus der ostsyrischen Stadt Deir ez-Zor. In der Provinzhauptstadt hatte der IS den Angaben zufolge zuvor mehr als 130 Menschen getötet, darunter mindestens 85 Zivilisten.