Was heute wichtig ist

17.10.2016

Irak verkündet Beginn der Offensive auf Mossul. Die Großstadt im Nordirak soll aus den Händen der Dschihadistenmiliz IS befreit werden. Das verkündete der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi in der Nacht auf Montag im Fernsehen. Die Rückeroberung der Stadt war monatelang in Planung. Mossul ist die letzte größere irakische Stadt, die unter der Kontrolle des IS steht. Die Regierungstruppen drängten die Extremisten zuvor aus Städten wie Ramadi, Falludscha und Tikrit.
NZZ.at: Der IS befindet sich auf der Verliererstraße
NZZ.ch: Irak beginnt Offensive zur Rückeroberung von Mosul

The Guardian: Battle for Mosul begins: Iraqi and Kurdish forces launch assault on Isis stronghold

Angeblicher Putschversuch überschattet Parlamentswahl in Montenegro. Die 20 vermeintlichen Putschisten – prorussische Serben – wurden festgenommen. Die prowestliche Partei von Ministerpräsident Milo Ðukanović wurde erneut stärkste Kraft im Parlament. Die Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) kam am Sonntagabend auf rund 40 Prozent. Ðukanović kann nicht allein regieren, eine Regierungsbildung wird schwierig sein. Der langjährige Regierungschef will sein Land trotz großer Widerstände in die NATO führen.
NZZ.ch: Sozialisten bei Wahlen in Montenegro vorne
BBC: Montenegro election: Ruling party ahead but lacks majority

Tausende protestieren in Ungarn für Pressefreiheit. Hintergrund für die Proteste vom Sonntag ist die Schließung der Oppositionszeitung Népszabadság. Die Zeitung war eine Woche zuvor überraschend geschlossen worden. Viele der mehreren tausend Demonstranten hielten bei den Protesten eine Ausgabe in der Hand. Das Blatt hatte immer wieder kritisch über Premierminister Viktor Orbán berichtet. Laut dem österreichischen Zeitungseigentümer habe es sich um eine ökonomische Entscheidung gehandelt.
NZZ.at: Osteuropas Presse unter Druck: Zwischen Hammer und Amboss
NZZ.ch: Tausende demonstrieren in Budapest für Pressefreiheit
NZZ.ch: Schlag gegen die Pressefreiheit

Donald Trump wittert Wahlbetrug gegen sich selbst. Medien und die Republikanische Partei hätten es auf ihn abgesehen und würden die Präsidentenwahl manipulieren. Auch in vielen Wahllokalen würde das Ergebnis manipuliert werden. Das teilte Trump auf Twitter mit. Wenige Stunden zuvor machte sein Vizekandidat eine völlig andere Aussage. Er versicherte, dass er und sein Kollege Trump das Wahlergebnis akzeptieren würden. Das sagte Mike Pence im US-Sender NBC.
New York Times: Officials Figt Donald Trump’s Claim of a Rigged Vote
The Guardian: Trump warns of „rigged“ election as Giuliani makes racially charged claims

EU-Außenminister diskutieren über Waffenruhe in Syrien. Am Montag kommen die EU-Außenminister in Luxemburg zusammen. Thema sei unter anderem die Frage, wie die EU internationale Bemühungen um eine Waffenruhe in Syrien unterstützen kann. Es sollen auch die Haltung gegenüber Putin und mögliche neue Sanktionen gegen Russland diskutiert werden. Putin unterstützt Syriens Machthaber Assad weiterhin. Am Wochenende fanden in Lausanne und London Syrien-Gespräche statt, die aber scheiterten.
NZZ.at: Ein vager neuer Anlauf für Syrien
NZZ.ch: Wieso in Syrien Frieden keine Chance hat