Was heute wichtig ist

17.11.2015

Frankreich mobilisiert Polizeikräfte. Über Nacht wurden 128 Razzien gegen potenziell militante Personen durchgeführt. 115.000 Polizisten und Gendarmen sind nun über das gesamte Staatsgebiet mit Sicherheitsmaßnahmen in Verbindung mit den Terroranschlägen befasst, wie der französische Innenminister Bernard Cazeneuve heute verkündete. In Belgien wurde die Terrorwarnstufe erhöht, unter anderem, weil der Terrorverdächtige Salah Abdeslamni noch nicht gefasst werden konnte.
Bericht der BBC

Russland bestätigt Bombenanschlag auf Metrojet-Maschine. Der Chef des russischen Geheimdienstes FSB, Alexander Bortnikov, hat gestern Abend bei einer Sitzung im Kreml bekannt gegeben, dass an Wrackteilen des über dem Sinai abgestürzten Passagierjets Sprengstoffspuren gefunden worden seien. Demnach soll es sich um eine selbstgemachte Bombe mit etwa einem Kilogramm TNT-Sprengstoff gehandelt haben. In Sharm el-Sheikh wurden indessen zwei verdächtige Flughafen-Mitarbeiter in Gewahrsam genommen.
Bericht im Guardian

Hollande mit Brandrede. Frankreichs Präsident François Hollande ruft Europa zum gemeinsamen Krieg gegen den Terrorismus auf. In einer martialischen Rede vor den vereinten Parlamentskammern sagte Hollande, er wolle den UN-Sicherheitsrat im Kampf gegen den IS einschalten. Er werde sich zudem in den nächsten Tagen mit US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, um eine einheitliche Strategie in Syrien und gegen den IS zu erreichen.
Hollande fordert Beistand
Alle Berichte zu Paris und den Folgen

Fußballspiel Belgien-Spanien wegen Terrorangst abgesagt. Nach einer Anhebung der Terrorwarnstufe in Belgien hat der Fußballverband des Landes ein für Dienstagabend geplantes Freundschaftsspiel gegen Spanien abgesagt. Nach Angaben des belgischen Fußballverbandes hat die Regierung aus Sicherheitsgründen empfohlen, das Spiel ausfallen zu lassen.
Bericht in der NZZ

Bildungsreform ante portas. Nach knapp einjährigen Verhandlungen präsentiert die Bildungsreform-Arbeitsgruppe heute Mittag von Regierung und Bundesländern ihre Ergebnisse. Die Verhandlungen dauerten bis in die frühen Morgenstunden, Hauptstreitpunkt bis zuletzt dürfte dabei der Bereich Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern gewesen sein. Einig ist man sich dem Vernehmen nach dagegen beim Ausbau der Schulautonomie. Erste Ergebnisse werden nach dem Ministerrat vorgestellt.

Athen verkündet Einigung auf Reformen mit Gläubigern. Die griechische Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den internationalen Gläubigern auf eine Reihe von Finanzreformen geeinigt und so ein großes Hindernis vor der Freigabe weiterer Milliardenhilfen aus dem Weg geräumt. Man habe sich auf alles, „was erforderlich war“, verständigt, sagte Finanzminister Tsakalotos. Damit könnten die EU-Finanzminister bereits am Freitag eine zwei Milliarden schwere Hilfstranche freigeben.
Reuters mit ersten Details

Mehr als 20 US-Staaten gegen Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Nach den Anschlägen von Paris hat sich fast die Hälfte der US-Bundesstaaten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien ausgesprochen. Unter Verweis auf Sicherheitsbedenken kündigten am Sonntag und Montag mehr als 20 republikanische Gouverneure Widerstand gegen die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Umsiedlung von mindestens 10.000 Syrern in die USA an.
Quartz aktualisiert die Situation laufend

„Wunderbare Eifersucht.“ Österreich spielt heute Abend in Wien Fußball gegen die Schweiz.
Wie das aus Schweizer Sicht aussieht, lesen Sie hier.