Was heute wichtig ist

18.02.2016

Humanitäre Krise. Österreich hat bereits auf nationaler Ebene Maßnahmen gegen den Migrationsstrom beschlossen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Mittwoch angekündigt, dass an der Südgrenze nur noch 80 Asylanträge pro Tag angenommen werden. 3.200 Flüchtlinge pro Tag dürften die Grenze passieren. Wie genau die Regierung das durchsetzen will, ist offen. In der EU und unter den Balkanstaaten wird nach der Entscheidung Österreichs, nur noch 80 Asylanträge täglich anzunehmen, eine humanitäre Krise binnen weniger Tage befürchtet. Wie es aus EU-Kreisen verlautete, wurde diese Besorgnis am Mittwoch beim Treffen der EU-Spitzen in Brüssel mit den Staats- bzw. Regierungschefs der Balkanstaaten formuliert.
Die Grenze: Noch immer nicht ganz dicht – NZZ.at
Die Willkommenskultur wird exekutiert
Sieben Fragen und Antworten zum EU-Gipfel

Autobombe erschüttert Ankaras Regierungsviertel. Die türkische Hauptstadt ist am Mittwochabend Schauplatz eines blutigen Terroranschlags geworden. Bei einem Attentat auf einen Militärkonvoi sind mindestens 28 Personen getötet und 61 weitere verletzt worden. Auch Zivilisten sind unter den Opfern. Die heftige Detonation ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Armeehauptquartiers und des Parlaments. Zu dem Anschlag hat sich noch niemand bekannt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte Vergeltungsmaßnahmen an. Indes wurde ein türkisches Kulturzentrum in der schwedischen Hauptstadt Stockholm durch eine Explosion verwüstet. Verletzt wurde dabei niemand.
Heftige Explosion erschüttert Ankara – NZZ
BBC: Turkey vows retaliation for deadly bomb attack

Milliardenverlust. Die OMV hat ein schweres Jahr hinter sich. Der Preis des zentralen Rohstoffs für die eigene Produktion ist regelrecht verfallen. Das hat milliardenschwere Abschreibungen zur Folge gehabt, die dem Unternehmen den größten Jahresverlust der Firmengeschichte beschert haben. Der neue OMV-Chef Rainer Seele hat für seinen Wechsel an die Spitze des österreichischen Vorzeigeunternehmens kein gutes Jahr erwischt.

Aus dem NZZ.at-Archiv: Warum es die OMV nach Russland zieht

Historischer Kuba-Besuch Obamas. US-Präsident Barack Obama wird im März nach Kuba reisen. Regierungskreise bestätigten mehreren Medien, dass das Weiße Haus diese Reise des Präsidenten am Donnerstag offiziell verkünden wird. Die Station wird demnach Teil einer größeren Lateinamerika-Visite. Es wird der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten auf der Karibikinsel seit 88 Jahren. Als bisher einziger amtierender US-Präsident war Calvin Coolidge im Jänner 1928 auf Kuba gewesen.
NZZ: Obama soll im März historischen Kuba-Besuch planen

Papst rief zu Solidarität auf. Papst Franziskus hat zum Abschluss seines fünftägigen Mexiko-Besuchs zur Solidarität mit Flüchtlingen in aller Welt aufgerufen. „Wir dürfen die Augen nicht vor der humanitären Krise verschließen, die sich in den vergangenen Jahren in der Auswanderung Tausender Menschen gezeigt hat“, sagte der 79-Jährige am Mittwoch bei einer Messe in der Grenzstadt Ciudad Juárez mit mehr als 300.000 Gläubigen. Die weltweit „erzwungene Migration“ sei eine „menschliche Tragödie“, beklagte er.
NZZ: Ort der Hoffnung und des Elends

Endgültig zugesperrt. „Wir haben die letzten 77 Zielpunkt-Filialen geschlossen“, sagte Masseverwalter Georg Freimüller zur APA. Etwa 100 der ehemals 229 Standorte werden unter neuen Eigentümern wieder aufgemacht. Den Großteil der Filialen schnappte sich die Konkurrenz aus dem Lebensmittelhandel: Die Marktführer Rewe (Billa, Merkur, Adeg, Penny) und Spar übernehmen allein jeweils 25 Filialen.