Was heute wichtig ist

18.02.2016

Autobombe erschüttert Ankaras Regierungsviertel. Die türkische Hauptstadt ist am Mittwochabend Schauplatz eines blutigen Terroranschlags geworden. Bei einem Attentat auf einen Militärkonvoi sind mindestens 28 Personen getötet und 61 weitere verletzt worden. Auch Zivilisten sind unter den Opfern. Die heftige Detonation ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Armeehauptquartiers und des Parlaments. Zu dem Anschlag hat sich noch niemand bekannt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte Vergeltungsmaßnahmen an.
Heftige Explosion erschüttert Ankara – NZZ
BBC: Turkey vows retaliation for deadly bomb attack

EU-Gipfel: Wer darf hinein, wer will hinaus? Der britische Premierminister David Cameron drängt beim heutigen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs auf Zusagen für weitere Ausnahmen und Reformen. Damit will er seine Landsleute bei einem Referendum, das wohl im Juni stattfinden dürfte, von einem „Brexit“ abhalten. Diesen EU-Austritt Großbritanniens wollen auch die übrigen Regierungschefs verhindern, doch Cameron hat bis dato wenig Zugeständnisse für EU-Reformen bekommen. Weiteres Thema des Gipfels ist die anhaltende Flüchtlingskrise. Der geplante Mini-Gipfel der „Willigen“, zu denen auch Österreich gehört, findet nicht statt. Der Grund dafür ist die Absage des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu wegen des verheerenden Bombenanschlags in Ankara.
Die EU ist ein auf Sand gebautes Haus – Gastkommentar auf NZZ.at
BBC: Crunch Time for Cameron
Warum sich Berlin stärker um London bemühen sollte – NZZ.at

80 Flüchtlinge pro Tag im Süden. Österreich hat bereits auf nationaler Ebene Maßnahmen gegen den Migrationsstrom beschlossen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Mittwoch angekündigt, dass an der Südgrenze nur noch 80 Asylanträge pro Tag angenommen werden. 3200 Flüchtlinge pro Tag dürften die Grenze passieren. Wie genau die Regierung das durchsetzen will, ist offen.
Die Grenze: Noch immer nicht ganz dicht – NZZ.at
Die Willkommenskultur wird exekutiert

Historischer Kuba-Besuch Obamas. US-Präsident Barack Obama wird im März nach Kuba reisen. Regierungskreise bestätigten mehreren Medien, dass das Weiße Haus diese Reise des Präsidenten am Donnerstag offiziell verkünden wird. Die Station wird demnach Teil einer größeren Lateinamerika-Visite. Es wird der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten auf der Karibikinsel seit 88 Jahren. Als bisher einziger amtierender US-Präsident war Calvin Coolidge im Jänner 1928 auf Kuba gewesen.
NZZ: Obama soll im März historischen Kuba-Besuch planen

Es mag jetzt und hier kalt sein, aber … Der vergangene Januar war der wärmste weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Nach Angaben der amerikanischen Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) war die durchschnittliche Temperatur über Land und Meeren 1,04 Grad Celsius höher als im Durchschnitt des 20. Jahrhunderts für einen Januar.
Wärmster Januar weltweit – NZZ

OMV legt Zahlen und Strategie vor. Der größte börsennotierte Konzern des Landes, die OMV, legt heute seine Zahlen für 2015 vor, die vom Verfall des Ölpreises dominiert sein werden. Dabei soll auch die neue Strategie vorgestellt werden, die unter anderem einen Asset Swap – also einen Abtausch von Vermögenswerten und Beteiligungen – mit dem russischen Gasriesen Gazprom vorsieht. Zumindest wie das Setting der neu präsentierten Strategie aussieht, lässt sich dank eines Tweets des OMV-Konzernsprecher Johannes Vetter erahnen.
Aus dem NZZ.at-Archiv: Warum es die OMV nach Russland zieht