Was heute wichtig ist

18.03.2016

EU-Position gegenüber Türkei fix. In den Verhandlungen über das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs in der Nacht auf eine Linie geeinigt. EU-Ratspräsident Donald Tusk wird heute mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoğlu beraten, der der Vereinbarung noch zustimmen muss. Ankara hat angeboten, alle neu auf den griechischen Inseln eintreffenden Flüchtlinge zurückzunehmen. Im Gegenzug soll die EU für jeden so abgeschobenen Syrer einen syrischen Flüchtling aus der Türkei auf legalem Weg aufnehmen.
Niklaus Nuspliger über den Stand im Poker mit Ankara

Der Heta droht heute die Insolvenz. Heute, Freitag, entscheidet das Landgericht Frankfurt in einem Prozess der HRE-Bad-Bank FMS gegen den von Österreich verfügten Zahlungsstopp für Altlasten der ehemaligen Krisenbank Hypo Alpe Adria. Heta-Chef Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath ist alarmiert. „Wir befürchten einen durch das Urteil in Gang gesetzten Prozess, der unbeabsichtigt zur Insolvenz der Heta führen kann“, so Schoenaich-Carolath im Handelsblatt.
Lukas Sustala erklärt, was nach der Heta-Pleite droht

Brasiliens Parlament startet Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff. Das brasilianische Parlament hat am Donnerstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff in die Wege geleitet. Rousseffs Versuch, ihren Amtsvorgänger Luíz Inácio Lula da Silva als Stabschef einzusetzen, wurde von einem Richter untersagt. Rousseff wird unter anderem für die schlimmste Rezession in Brasilien seit Jahrzehnten verantwortlich gemacht. Darüber hinaus gibt es weitreichende Korruptionsvorwürfe.
Guardian: Rousseff and Lula supporters rally amid corruption claims

Mindestens zwei neue Ebola-Fälle in Guinea. Im westafrikanischen Guinea sind mindestens zwei Menschen an Ebola gestorben. Zudem gibt es nach Regierungsangaben in der im Süden des Landes gelegenen Region, aus der die Toten stammten, drei weitere Verdachtsfälle. Die WHO hatte das Land im Dezember offiziell für Ebola-frei erklärt, bei der aktuellen Epidemie wurden seit Dezember 2013 in mehreren Ländern rund 11.300 Menschen getötet.

Die FIFA hat Joseph Blatters Gehalt veröffentlicht. Der ehemalige FIFA-Präsident verdiente im letzten Jahr demnach 3,32 Millionen Euro. Der inzwischen entlassene Generalsekretär Jérôme Valcke bekam 2015 1,94 Millionen Euro. Gegen diesen hat die Schweiz am Donnerstag ein Strafverfahren eröffnet.
Zum NZZ-Dossier zum FIFA-Korruptionsskandal