Was heute wichtig ist

18.03.2016

EU und Türkei sind sich einig. Die Staats- und Regierungschefs haben einem Kompromissvorschlag für einen Flüchtlingsdeal mit der Türkei im Grundsatz zugestimmt. Demnach soll die Türkei bereits ab Sonntag alle Flüchtlinge, die die griechischen Inseln erreichen, zurücknehmen. Im Gegenzug übernehmen die EU-Staaten syrische Flüchtlinge aus der Türkei. Die Aufnahme wird jedoch auf 72.000 Personen begrenzt.
Niklaus Nuspliger bringt Sie auf den letzten Stand im Poker mit Ankara

Guido Westerwelle ist tot. Der frühere deutsche Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle ist heute in der Kölner Universitätsklinik an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung gestorben. Das gab die Westerwelle Foundation auf ihrer Website bekannt. Westerwelle wurde 54 Jahre alt.
Die Kollegen der NZZ fassen die Meldungen und erste Reaktionen zusammen

Heta-Insolvenz vorerst abgewendet. Die Finanzmarktaufsicht hat die Unterbrechung des Prozesses der HRE-Bad-Bank FMS gegen den von Österreich verfügten Zahlungsstopp für Altlasten der ehemaligen Krisenbank Hypo Alpe Adria erwirkt. Das Landgericht Frankfurt gab am Freitag einem entsprechenden Antrag statt. Das Verfahren wird am 9. Juni fortgesetzt.
Der ORF berichtet
Lukas Sustala erklärt, was eine Heta-Pleite bedeutet hätte

Brasiliens Parlament startet Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff. Das brasilianische Parlament hat am Donnerstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff in die Wege geleitet. Rousseffs Versuch, ihren Amtsvorgänger Luíz Inácio Lula da Silva als Stabschef einzusetzen, wurde von einem Richter untersagt. Rousseff wird unter anderem für die schlimmste Rezession in Brasilien seit Jahrzehnten verantwortlich gemacht. Darüber hinaus gibt es weitreichende Korruptionsvorwürfe.
Guardian: Rousseff and Lula supporters rally amid corruption claims

Mindestens zwei neue Ebola-Fälle in Guinea. Im westafrikanischen Guinea sind mindestens zwei Menschen an Ebola gestorben. Zudem gibt es nach Regierungsangaben in der im Süden des Landes gelegenen Region, aus der die Toten stammten, drei weitere Verdachtsfälle. Die WHO hatte das Land im Dezember offiziell für Ebola-frei erklärt, bei der aktuellen Epidemie wurden seit Dezember 2013 in mehreren Ländern rund 11.300 Menschen getötet.

Die FIFA hat Joseph Blatters Gehalt veröffentlicht. Der ehemalige FIFA-Präsident verdiente im letzten Jahr demnach 3,32 Millionen Euro. Der inzwischen entlassene Generalsekretär Jérôme Valcke bekam 2015 1,94 Millionen Euro. Gegen diesen hat die Schweiz am Donnerstag ein Strafverfahren eröffnet.
Zum NZZ-Dossier zum FIFA-Korruptionsskandal