Was heute wichtig ist

19.07.2016

Attacke im Zug. Ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan hat am Montagabend mit einer Axt und Messern Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg attackiert. Vier Personen sind dabei schwer verletzt worden, Die Polizei habe den Jugendlichen erschossen, als er auf der Flucht auch Einsatzkräfte angegriffen habe, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar – ein islamistisches Motiv sei nicht ausgeschlossen.
Mehrere Zugreisende bei Attacke in Bayern verletzt

Nach dem Putschversuch. Der mutmaßliche Drahtzieher Akin Öztürk dementiert seine Beteiligung am türkischen Putschversuch. Der Ex-Luftwaffenchef wurde in Regierungskreisen als „der formale Anführer der Junta“ bezeichnet. Bis jetzt wurden 13.000 Beamte entlassen oder von allen Funktionen suspendiert. Für Mittwoch kündigte Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan eine „wichtige Entscheidung“ an, ohne darauf näher einzugehen.
Nach Putschversuch in der Türkei: Ex-Luftwaffenchef im Verdacht
Marco Kauffmann Bossart berichtet über die „Säuberungswelle“ nach dem Putsch

Streit wegen Trump. Zu Beginn des Parteitags der US-Republikaner ist vorübergehend heftiger Streit um die geplante Nominierung von Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten ausgebrochen. Rund eine halbe Stunde lang lieferten sich Gegner und Anhänger Trumps am Montag in Cleveland im Bundesstaat Ohio ein Gefecht mit Sprechchören. Bis Donnerstag kommen Delegierte der Partei zusammen, um Trump zum Präsidentschaftskandidaten zu küren. Der Parteitag in Cleveland wird ganz im Zeichen der Familie und der Marke Trump stehen.

Anschlag verhindert. Frankreich hat unmittelbar vor der Fußball-EM einen Anschlag verhindert. Das Attentat hätte besonders mörderisch sein können, sagte Regierungschef Manuel Valls. Details gab er keine bekannt. Die Regierung berät am Dienstag um die Verlängerung des Ausnahmezustands. Die Ermittler stellten unterdessen ein „Interesse am Radikalislamismus“ beim Attentäter von Nizza vom Donnerstag fest.
Regierungschef Valls: Attentat vor Fußball-EM verhindert

Olympia-Ausschluss Russlands? Die Antidoping-Agentur Wada fordert, einen kompletten Ausschluss der russischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zu prüfen. Nach Ansicht der Doping-Ermittler hat Russland jahrelang Doping im Spitzensport staatlich geschützt und gefördert. Das belegt auch ein neuer Bericht der Agentur, der am Montag in Toronto vorgestellt wurde.
Eine Chronik eines Dopingskandals in Russland