Was heute wichtig ist

19.10.2015

Schweiz stärkt Rechte, Linke verliert. Die rechtsnationale Schweizerische Volkspartei (SVP) hat die eidgenössischen Parlamentswahlen am Sonntag deutlich gewonnen. Sie hat 11 Sitze dazugewonnen und kommt damit auf den historischen Höchststand von 65 Sitzen. Auch die liberale FDP verzeichnet Gewinne. Die SP bleibt zweitstärkste Kraft, verliert aber, ebenso wie Grüne, CVP, Grünliberale und BDP.
Die Schweiz kehrt zur Normalität zurück, kommentiert Chefredaktor Eric Gujer
Alles zur Wahl auf NZZ.ch 

Reker wird Bürgermeisterin von Köln. In Köln wird die bei einer Messerattacke schwer verletzte Henriette Reker neue Oberbürgermeisterin. Die Parteilose erhält bereits im ersten Wahlgang 52,7 Prozent der Stimmen.
Markus Ackeret über eine symbolische Wahl

20 afghanische Flüchtlinge sterben im Iran. Bei einem Verkehrsunfall sind im Iran am Sonntag 20 Flüchtlinge aus Afghanistan getötet worden. Sie waren offenbar auf dem Weg in die EU. Ihr Kleinbus sei am Abend zwischen Teheran und Qom mit einem LKW zusammengestoßen, berichtet das Staatsfernsehen.

Drei Tote bei Angriff auf Busbahnhof im Süden Israels. Bei einem Angriff in einem Busbahnhof der südisraelischen Stadt Beersheba sind drei Menschen umgekommen: der Attentäter, ein Soldat und ein Mann, der irrtümlich für einen weiteren Angreifer gehalten und erschossen wurde. Elf weitere Menschen wurden verletzt.

Chinas Wachstum hat sich im dritten Quartal erneut verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes wuchs in den vergangenen drei Monaten laut dem Statistikamt um 6,9 Prozent – das langsamste Wachstum seit sechs Jahren.
Bloomberg

Weitere Ausschreitungen in Montenegro. Den zweiten Tag in Folge hat es bei Protesten gegen die Regierung in Montenegro am Sonntag gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Tausende Menschen gingen in Podgorica auf die Straße und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Milo Ðukanović und seiner Regierung.

Die EU und die USA starten die elfte TTIP-Verhandlungsrunde. Seit 2013 verhandeln die Parteien über die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Es läuft allerdings zäh: Das einstige Ziel eines Verhandlungsabschlusses bis Ende 2015 wird verfehlt.
Rene Höltschi fasst den Status quo zusammen

Deutschland vertieft Kooperation mit Türkei. Zur Senkung der Flüchtlingszahlen verstärken Deutschland und die EU die Zusammenarbeit mit der Türkei. Bundeskanzlerin Merkel wird nach ihrem gestrigen Staatsbesuch aber vorgeworfen, Erdoğan und die islamisch-konservative Regierungspartei AKP mit dem Besuch zwei Wochen vor der Parlamentswahl aufzuwerten.
Marco Kauffmann Bossart aus Istanbul