Was heute wichtig ist

20.01.2016

Attacke auf pakistanische Uni. Bei einem Angriff der Taliban auf eine Universität im Nordwesten Pakistans sind am Mittwoch mindestens 21 Menschen getötet worden. Der Angriff sei mit der Tötung der vier Angreifer beendet worden, sagte der örtliche Polizeichef Saeed Wazir. Hunderte Studenten und Gäste der Uni, die wegen einer öffentlichen Literaturlesung noch besser besucht war als sonst, waren über Stunden zwischen den Fronten gefangen.
Feuergefecht in pakistanischer Universität

Koalition wird sich bei Flüchtlingsgipfel offenbar auf „Obergrenze“ einigen. Die seit Monaten herrschende Uneinigkeit in der Regierung über eine Eindämmung des Flüchtlingsstroms soll heute, Mittwoch, ein Ende haben. Die Regierung trifft sich im Kanzleramt mit den Landeshauptleuten sowie der Vertretung von Gemeinde- und Städtebund zum „Asylgipfel“. Einem Bericht des Kurier zufolge soll dabei eine „Obergrenze“ von maximal 30.000 Asylwerbern pro Jahr vereinbart werden.
Der Kurier kennt das Verhandlungsergebnis von SPÖ und ÖVP
Die Obergrenze, eine österreichische Erfindung
Unsere Sicht: Vier Dinge, die Sie jeden fragen sollten, der mit Asyl-Obergrenzen kommt

Juncker will legale Einwanderung. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Grenzschließungen wegen der Flüchtlingskrise als „leichtfertiges Verhalten“ kritisiert. Das bedrohe die Freizügigkeit im Schengen-Raum, warnte Juncker am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. Grenzkontrollen würden auch gewaltige Kosten verursachen. Die EU-Kommission will laut DPA in den nächsten Wochen einen Plan zur legalen Einwanderung vorlegen.
Juncker: Grenzschließungen bedrohen Schengen (SN)

Polen verteidigt seine Reformen. Polens Regierungschefin Beata Szydło hat die Vorwürfe gegen ihr Land wegen umstrittener Reformen zurückgewiesen. Bei einer Aussprache im EU-Parlament pochte sie auf die Souveränität des Landes. EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach von einem „traurigen Tag“ nach dem Auftritt von Szydło.
„Keinerlei Verletzung der Verfassung“

USA und Russland beraten über Syrien und Ukraine. Die Außenminister der USA und Russlands treffen einander heute in Zürich zu Gesprächen über Syrien. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautete, soll das Treffen am Flughafen stattfinden. Ein offizieller Pressetermin wurde nicht angekündigt. Die nächste offizielle Gesprächsrunde zwischen Vertretern des Assad-Regimes sowie von verschiedenen Rebellengruppen findet am 25. Januar in Genf statt.

IS bestätigt Tod von „Jihadi John“. Der Islamische Staat hat den Tod des britischen Dschihadisten „Jihadi John“ bei einem US-Luftangriff in Syrien bestätigt. Der Extremist, der mehrere westliche Geiseln hingerichtet hatte und mit wirklichem Namen Mohammed Emwazi hieß, sei im November bei einem Drohnenangriff in Raqqa getötet worden, erklärte der IS am Dienstag in seinem Propagandamagazin „Dābiq“.

Treffen der Verteidigungsminister der Anti-IS-Koalition. Auf Einladung Frankreichs und der USA treffen sich am Mittwoch in Paris die Verteidigungsminister aus sieben Staaten der Koalition gegen den IS. US-Verteidigungsminister Ashton Carter und sein französischer Kollege Jean-Yves Le Drian leiten die Gespräche, zu denen die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sowie die Ressortchefs aus Großbritannien, Australien, den Niederlanden und Italien erwartet werden.