Was heute wichtig ist

20.01.2016

Österreich verkündet Obergrenze für Flüchtlinge. Bis Mitte 2019 sollen nicht mehr als 127.500 Asylanträge entgegengenommen werden. Darauf einigten sich Vertreter von Regierung, Ländern und Gemeinden bei ihrem Asylgipfel im Bundeskanzleramt. Der für heuer festgelegte Richtwert von 37.500 dürfte schon vor dem Sommer erreicht werden, glaubt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Offen ist weiterhin, wie man eine solche Grenze einzieht – und was passiert, wenn sie überschritten wird.
Die Obergrenze, eine österreichische Erfindung
Unsere Sicht: Vier Dinge, die Sie jeden fragen sollten, der mit Asyl-Obergrenzen kommt

Serbien drosselt Einreise von Flüchtlingen. Serbien lässt ab sofort nur mehr Flüchtlinge einreisen, die in Österreich oder Deutschland um Asyl ansuchen wollen. Das hat der serbische Arbeitsminister Aleksandar Vulin am Mittwoch angekündigt. Damit reagiere man auf eine entsprechende Entscheidung der österreichischen Regierung.
Mehr Details im Kurier

Neue Regeln für Spielfeld. Im südoststeirischen Grenzort ist heute Mittag der Probebetrieb des neuen „Grenzmanagement“-Systems mit der Ankunft von rund 500 Flüchtlingen aus Slowenien angelaufen. Ab sofort soll jeder Schutzsuchende eine Gepäcks- und Personenkontrolle durchlaufen sowie die Einreise in Form von Fotos und Fingerabdruck-Scans dokumentiert werden. Dolmetscher werden die Herkunftsangaben überprüfen.
Bericht der Presse

Juncker will legale Einwanderung. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Grenzschließungen wegen der Flüchtlingskrise als „leichtfertiges Verhalten“ kritisiert. Das bedrohe die Freizügigkeit im Schengen-Raum, warnte Juncker am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. Grenzkontrollen würden auch gewaltige Kosten verursachen. Die EU-Kommission will laut DPA in den nächsten Wochen einen Plan zur legalen Einwanderung vorlegen.
Griechenland: „Vom Transitland zum Auffanglager?“

IS lässt 270 Geiseln frei. Nach einer Woche in Gefangenschaft der Terrormiliz Islamischer Staat sind 270 Syrer nach Angaben von Aktivisten wieder frei. 50 Zivilisten würden aber immer noch vom IS festgehalten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Menschen waren bei Kämpfen des IS mit syrischen Regierungstruppen vergangene Woche in die Fänge der Dschihadisten geraten.

Attacke auf pakistanische Uni. Das pakistanische Militär hat den Angriff auf eine Universität im Nordwesten des Landes beendet. Alle vier Angreifer seien getötet worden, sagte der Informationsminister des Landes, Pervaiz Rasheed. Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Überfall mehr als 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die Zahl könne noch auf bis zu 40 Tote steigen, hieß es. Zunächst hatten sich zu dem Angriff die islamistischen Taliban bekannt. Dies wurde später vom offiziellen Sprecher der Islamistengruppe, Muhammad Khorasani, dementiert.
„Feuergefecht in pakistanischer Universität“

IS bestätigt Tod von „Jihadi John“. Der Islamische Staat hat den Tod des britischen Dschihadisten „Jihadi John“ bei einem US-Luftangriff in Syrien bestätigt. Der Extremist, der mehrere westliche Geiseln hingerichtet hatte und mit wirklichem Namen Mohammed Emwazi hieß, sei im November bei einem Drohnenangriff in Raqqa getötet worden, erklärte der IS am Dienstag in seinem Propagandamagazin „Dābiq“.
„Loblied auf einen Kopfabschneider“