Was heute wichtig ist

20.02.2016

„Brexit“ gegen Deal vorerst abgewendet. Der englische Premier David Cameron hat seinen Forderungskatalog beim EU-Gipfel am Freitagabend offensichtlich durchgebracht: Die anderen Mitgliedstaaten haben sich auf einen Deal eingelassen, um Großbritannien in der EU zu halten. So sollen die Sozialleistungen für EU-Ausländer zeitlich begrenzt reduziert werden. Die Verhandlungen waren ungewöhnlich lang, Meinungsverschiedenheiten der Vertreter waren dem Gipfel vorausgegangen. Cameron will heute das Paket seinem Kabinett in London vorlegen.
NZZ.at: Was Cameron bekommen hat
NZZ.at: Zittern vor dem „Brexit

Weitere Kritik an Österreich. Der EU-Gipfel drehte sich nicht nur um die Wünsche Großbritanniens, sondern auch um eine Lösung im Umgang mit Flüchtlingen in den kommenden Monaten. Nachdem Österreich schon per Brief diese Woche von der EU-Kommission gerügt wurde, gab es nun weitere Kritik: „einseitige, unkoordinierte Maßnahmen“ und das „Durchwinken“ von Flüchtlingen an den Grenzen wurde explizit hervorgehoben – eine Anspielung an Österreichs Vorgehen.
NZZ.at: Kommentar „Europa hat per Brief den Bankrott erklärt“

Umberto Eco ist tot. Der italienische Autor und Sprachwissenschafter ist am Freitag im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war Autor zahlreicher großer Werke, darunter der Roman „Im Namen der Rose“, der ihn in den 1980er Jahren welberühmt machte. Mit mehr als 30 Ehrendoktortiteln und geschätzten 50.000 Büchern hatte sich Eco 2007 zur Ruhe gesetzt.
NZZ.at: Wie man die Welt versteht
FAZ: Nachruf auf ein intellektuelles Multitalent

Venezuela will Preisverfall bei Erdöl bekämpfen. Venezuelas, das fünfterdölreichste Land der Welt, lebte jahrzehntelang vom Ertrag seiner Bodenschätze. Seit der Preis für Erdöl sinkt, muss sich das sozialistisch geprägte Land dringend Alternativen für volkswirtschaftliche Einnahmequellen überlegen. Präsident Nicolás Maduro kündigte am Freitag an, sich mit anderen vom Erdöl abhängigen Staaten absprechen zu wollen, um dem Preisverfall entgegenzuwirken. Details nannte er keine.
Welt: Öl-Roulette treibt Venezuela in den Ruin

Google schleuste Milliarden durch EU-Steuerschlupflöcher. Nach eigenen Angaben hat Google vor zwei Jahren mehr als zehn Milliarden Euro durch legale Steuerschlupflöcher in Europa geschleust. Über die Niederlande übermittelte das Unternehmen diese Summe auf die Bermudas, wo für das Unternehmen keine Einkommenssteuer anfällt. Dies geht aus den Bilanzdaten der niederländischen Niederlassung hervor. Google habe sich an alle Steuergesetze gehalten, so das Statement des Unternehmens.
NZZ.ch: Google schleuste Milliarden aus Europa