Was heute wichtig ist

20.07.2016

Trump wird offiziell Präsidentschaftskandidat. Trotz heftiger Kritik von der Parteispitze, nominieren die Wahlmänner am Dienstag den Milliardär Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner beim Parteitag in Cleveland. Mit 1.725 Stimmen von Delegierten holte der Reality-TV-Star dank seiner Erfolgsserie im Vorwahlkampf weit mehr als die notwendigen 1.237 Stimmen. Trump wird im November gegen Ex-Außenministerin Hillary Clinton antreten, die kommende Woche beim Parteitag der Demokraten nominiert werden soll.
NZZ.at – Republikaner nominieren Trump offiziell

Gülen streitet Beteiligung an Putsch ab. Der türkische Prediger, Fetullah Gülen, hat am Dienstag in einer Mitteilung neuerlich jegliche Involvierung in dem missglückten Putsch in der Türkei abgestritten. Präsident Erdogan, der dem 75-jährigen Gülen die Schuld an der versuchten Machtübernahme des Militärs gibt, forderte die US-Regierung auf, den seit 1999 in der Ortschaft Saylorsburg im US-Bundesstaat Pennsylvania lebenden Exil-Prediger in die Türkei auszuliefern. Die USA haben am Dienstag bestätigt, von Ankara Dokumente über Gülen erhalten zu haben.  Noch ist unklar, ob ein formelles Auslieferungsgesuch übermittelt wurde.
NZZ.at – Erdogans fromme Rivalen

IS bekennt sich zu Zug-Angreifer von Würzburg.  Die Terrormiliz veröffentlichte ein Bekennervideo des 17-Jährigen Afghanen, der am Montagabend in einem Regionalzug nahe Würzburg mit Axt und Messer auf Menschen losgegangen war. Das bayerische Innenministerium bestätigte am Dienstagabend die Echtheit des im Internet verbreiteten Videos. Eine selbstgemalte IS-Flagge und ein Abschiedsbrief sind von der Polizei im Zimmer des Täters gefunden worden. Ermittler gehen davon aus, dass der Angreifer Rache für den Tod eines Freundes in seiner Heimat Afghanistan üben wollte. Zwei der fünf Verletzten schweben weiterhin in Lebensgefahr.

Frankreich verlängert den Ausnahmezustand. Die Nationalversammlung stimmte in einer Reaktion auf das Attentat in Nizza dafür, die teils umstrittenen Sonderrechte für Behörden um ein halbes Jahr zu verlängern. Ursprünglich wollte die Regierung nur eine dreimonatige Verlängerung, lenkte dann aber gegenüber der Forderung der konservativen Opposition ein. Der Ausnahmezustand war nach den Anschlägen von Paris im November 2015 mit 130 Toten verhängt worden und wurde bereits drei Mal verlängert.

Sigi Maron ist tot. Der Liedermacher Sigi Maron ist am Montag im Alter von 72 Jahren in Baden bei Wien verstorben. Bekannt wurde der 1944 in Wien geborene Musiker mit Liedern wie „Geh no ned furt“ oder „Dowidschenja Jugoslawija“.   Maron kandidierte für die KPÖ 1998 und 2003 in Niederösterreich und 2013 bei der Nationalratswahl.
ORF.at über den „angry old man“ der österreichischen Musik