Was heute wichtig ist

20.10.2015

Slowenien öffnet die Grenzen. Nachdem mehr als 3.000 Menschen bei Regen und Kälte von Kroatien Richtung Laibach unterwegs waren, ist Slowenien von seiner Position abgerückt, jeden Tag lediglich 2.500 Menschen die Einreise zu erlauben. Allein am Montag wurden bis zu 6.000 Menschen erwartet. Ihr nächstes Ziel ist die österreichische Grenze. Unterdessen hat die slowenische Regierung im Parlament eine Gesetzesnovelle eingebracht, die noch heute verabschiedet werden könnte. Sie würde die Aufgaben der Armee auf den Grenzschutz erweitern.
Wie es so weit kam: Ungarn schließt die Grenze zu Kroatien
Marco Kauffmann Bossart über die gegenseitigen Schuldzuweisungen am Balkan
Soldaten an der Grenze: die Meldung auf NZZ.ch

Tote durch russischen Luftangriff in Syrien. Bei einem russischen Luftschlag gegen syrische Rebellen sind Aktivisten zufolge gestern 45 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten soll sich ein Kommandant der Freien Syrischen Armee sowie Zivilisten befinden. Die Informationen stammen von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrecht, die in London ansässig ist und ein Informanten-Netzwerk in Syrien unterhält.
Russland behauptet laut BBC, nur IS-Milizen angegriffen zu haben

Marine Le Pen vor Gericht. Die Chefin der rechtspopulistischen französischen Partei Front National steht heute Nachmittag in Lyon vor Gericht. Ihr wird „Anstachelung zum Rassenhass“ vorgeworfen, was mit Volksverhetzung vergleichbar ist. Sie hatte 2010 die Freitagsgebete von Muslimen auf offener Straße vor überfüllten Moscheen mit der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs verglichen.
Bereits 2013 hat das Europäische Parlament ihre Immunität aufgehoben

Machtwechsel in Kanada. Nach neun Jahren konservativer Regierung ist die Partei von Premier Stephen Harper bei der Parlamentswahl am Montag deutlich abgewählt worden. Hochrechnungen zufolge gewinnt Justin Trudeau, Sohn des legendären Premiers Pierre Trudeau, mit seinen Liberalen die Wahl mit klarem Vorsprung. Harper hat bereits seinen Rücktritt angekündigt.
Die Wahl live bei der BBC
Korrespondent Beat Ammann über den anstehenden Machtwechsel

Ausschreitungen bei Pegida- und Gegendemo. In Dresden haben sich zum ersten Jahrestag der Pegida-Bewegung am Montagabend bis zu 20.000 Anhänger des Anti-Islamisierungsbündnisses und ebenso viele Gegendemonstranten versammelt. Die angespannte Stimmung entlud sich am späten Abend in Ausschreitungen. Ein Mann wurde schwer verletzt. Die deutsche Regierung zeigte sich erleichtert über die große Zahl an Gegendemonstranten.
Der mediale Abgesang auf Pegida war verfrüht, schreibt Korrespondent Markus Ackeret

IBM spricht Gewinnwarnung aus. Im 18. Quartal in Folge sank beim US-amerikanischen IT-Riesen der Umsatz, und zwar stärker als erwartet. Die Erlöse gingen um 14 Prozent auf 17,0 Milliarden Euro zurück, der Gewinn ebenfalls um 14 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar. Die Aktie des Konzerns fiel nachbörslich zunächst um über vier Prozent.
Reuters über die Krise bei IBM

Jeder sechste Haushalt ohne Internet. 82 Prozent aller Haushalte in Österreich haben inzwischen Internetzugang, stellt die Statistik Austria in einer aktuellen Studie fest. Jeder sechste Österreicher hat der Befragung unter 3.500 Menschen zufolge in den vergangenen drei Monaten das Internet nicht verwendet.

Jeder sechste Haushalt hat keinen Internetzugang

Libyen lehnt UN-Friedensplan ab. Libyens international anerkanntes Parlament in Tobruk hat am Montagabend einen Vorschlag der Vereinten Nationen über die Bildung einer Einheitsregierung mit den in Tripolis herrschenden Islamisten abgelehnt. Das Parlament in Tobruk habe aber der Fortsetzung von Friedensgesprächen mit der rivalisieren Regierung in Tripolis zugestimmt, berichtet Reuters.

Griss will von Parteien nur Empfehlung, keine Unterstützung. Irmgard Griss hat bei einem Interview in der ZIB 2 am Montagabend betont, dass sie bei einer Kandidatur für die Bundespräsidentschaft zwar die Empfehlung von Parteien annehmen würde, allerdings nicht finanzielle oder organisatorische Unterstützung. Die endgültige Entscheidung über ein Antreten will die Ex-OGH-Präsidentin voraussichtlich noch in diesem Jahr bekannt geben.
Das Interview in der ORF-TvThek
Christoph Zotter analysiert, was Griss bei ihrer Kandidatur bevorsteht

Oscar Pistorius in Hausarrest transferiert. Der südafrikanische Leichtathlet Oscar Pistorius wurde nach einem Jahr Haft im Gefängnis in den Hausarrest verlegt. Pistorius war vor einem Jahr für die Tötung seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Verlegung geschah früher als erwartet.
Der Bericht der BBC