Was heute wichtig ist

20.11.2015

Geiseln in Mali. Die Geiselnahme in der malischen Hauptstadt Bamako ist am Nachmittag gewaltsam beeendet worden. Laut Sicherheitskreisen wurden dabei mindestens 18 Menschen getötet. Am Morgen waren zwei Bewaffnete in das Radisson Blu Hotel eingedrungen und hatten 170 Geiseln genommen. Die radikal-islamistische Terrororganisation Al-Kaida hat sich zu dem Anschlag bekannt.
Die Kollegen in Zürich berichten weiterhin live

Europa reagiert auf den Terror. Eine Woche nach den Anschlägen von Paris haben sich die Justiz- und Innenminister der EU-Mitgliedsländer in Brüssel auf eine Verschärfung der Kontrollen an Europas Außengrenzen geeinigt. Zudem wollen die Mitgliedsländer künftig stärker gegen Waffenschmuggler vorgehen. „Wir müssen hart reagieren, und wir müssen schnell reagieren“, sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve nach dem Treffen.
Innenminister fordern Kontrollen an EU-Grenzen – Tagesschau

Dritte Leiche. In jener Wohnung, in der französische Spezialeinheiten am Donnerstag den mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Anschläge erschossen haben, wurde eine weitere Leiche gefunden. Laut französischer Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um eine 26 Jahre alte Cousine des Drahtziehers Abdelhamid Abaaoud.
France24 mit dem umfassenden Bericht

Integration, schwer gemacht. In Österreich lässt das gestern präsentierte Paket von Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) „zur Integration von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in Österreich die Wogen hochgehen. Das Papier wurde mit Hilfe von zwölf Experten erarbeitet und versammelt auf 22 Seiten einen Großteil des Wissens, das derzeit zum Thema Integration verfügbar ist. Kurz will unter anderem mehr Sozialarbeit an Schulen, Orientierungs- und Wertekurse und eine gleichmäßige regionale Verteilung von Flüchtlingen. Michael Fleischhacker hat das Papier gelesen und stellt zu dem 50-Punkte-Plan gleich 51 Fragen.
51 Fragen zum 50-Punkte-Integrationsplan des Außenministers

Brasiliens Wirtschaft im Krisenmodus. Die vermeintlich besonders aussichtsreichen Volkswirtschaften der BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China) laborieren gerade an schweren Problemen. Für die inflationsscheuen Österreicher und Deutschen würde sich das, was sich gerade in Brasilien abspielt, wohl wie eine schwere Krise anfühlen. Erstmals seit zwölf Jahren ist die Inflationsrate auf über zehn Prozent gestiegen – und das wohlgemerkt während die Wirtschaft real gesehen geschrumpft ist.

Bloomberg zu der höchsten Inflationsrate in Brasilien seit 2003

USA wollen Steuerschlupfloch schließen. US-Finanzminister Jacob Lew hat am Donnerstagabend neue Maßnahmen gegen sogenannte Steuerinversionen vorgestellt. Sie sollen die Steuervorteile einer speziellen Form von Unternehmensübernahme ( InversionenTypischerweise erwirbt in einer solchen Transaktion ein US-Konzern eine kleinere ausländische Firma und verlegt den Sitz der neuen Gesellschaft aus steuerlichen Gründen außerhalb der USA, in ein Niedrigsteuerland wie Irland. ) reduzieren oder eliminieren. Die Richtlinien könnten steuersparende Transaktionen wie die vom New Yorker Pharmakonzern Pfizer angestrebte Übernahme des in Irland ansässigen Botox-Herstellers Allergan beeinflussen.
Der Kampf gegen die Steuerdeserteure auf NZZ.ch

Hotelier kämpft um seine Flüchtlingsunterkunft. Der Hotelier und NEOS-Abgeordnete Josef Schellhorn geht auf dem Rechtsweg gegen das Land Salzburg vor, das auf Wunsch des Gasteiner Bürgermeisters seinen Vertrag über die Unterbringung von 36 Flüchtlingen nicht mehr verlängern will.
„Der Bürgermeister will das eben nicht“

Streaming, nein danke. Die Künstlerin Adele bietet ihr neues Album „25“ nicht auf den Musikstreamingdiensten Spotify und Apple Music an. Adele ist dabei nicht die erste Sängerin, die auf die Plattformen verzichten will, wohl aber eine der bekanntesten. „25“ ist ihr erstes Album seit fast fünf Jahren.