Was heute wichtig ist

vor 5 Tagen

Credits: AFP PHOTO / THOMAS SAMSON

Mutmaßlicher IS-Terror überschattet französische Wahl. Drei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich kam es erneut zu einem Attentat. Auf den Champs-Élysées eröffnete ein bisher Unbekannter das Feuer auf Polizisten. Dabei wurde ein Beamter getötet, mindestens drei weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Verletzten soll sich laut Polizei auch eine Touristin befinden. Der Angreifer wurde ebenfalls getötet. Die Terrormiliz Islamische Staat reklamierte das Attentat für sich, demnach soll der Schütze aus Belgien kommen.
Tagesschau: Schüsse auf Polizisten – IS reklamiert Anschlag von Paris für sich
Standard.at: Polizist bei Schusswechsel in Paris getötet
ORF: Tote bei Schießerei – Erneut Terroralarm in Paris

Grasser muss vor Gericht. Der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser sowie 14 andere Angeklagte müssen sich erstmals seit 13 Jahren vor Gericht verantworten. Der Verdacht in der Affäre um die BUWOG besteht, Grasser habe sein Insiderwissen genutzt, um über Vertraute Informationen an die Immofinanz weiterzuleiten. Dafür erhielt er einen Teil der Provision von 9,61 Millionen Euro, die die Immofinanz an die PR-Berater Peter Hochegger und Walter Meischberger zahlte. Das Spiel wiederholte sich auf ähnliche Weise im Fall des Linzer Terminal Towers. Das Oberlandesgericht hat sich vorgenommen, die Einsprüche gegen die Anklageschrift weitgehend abzuweisen.
Presse: Grasser muss nach 13 Jahren vor Gericht
Standard: Prozess gegen Grasser: Oberlandesgericht Wien bestätigt Anklage wegen Buwog

Proteste in Venezuela. Am Donnerstag protestierten die Venezolaner erneut gegen ihren Präsidenten Nicolás Maduro. Mit Steinen und Molotowcocktails kämpften die aufgewühlten Bürger gegen Tränengas und Gummigeschosse. Sie geben dem Präsidenten die Schuld an der Inflation und den leeren Supermärkten. Erst am Mittwoch wurden ein 17-Jähriger und eine 23-Jährige durch Kopfschüsse getötet. Wie Augenzeugen berichten, wurden die Schüsse aus den Reihen der „colectivos“ abgefeuert. Die Regierung soll diese paramilitärische Gruppe bewaffnet haben.
NZZ.at: Venezuela droht ein Blutbad
Tagesschau: Massenproteste in Venezuela

US-Justiz forciert Festnahme von WikiLeaks-Gründer. Der US-Justizminister Jeff Sessions erklärte, dass die Festnahme des WikiLeaks-Gründers Julian Assange höchste Priorität habe. Der Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen müsse vorangetrieben werden. Seit 2012 lebt Assange im Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London. Dort schützt er sich vor der Auslieferung an Schweden, wo ihm ein Vergewaltigungsverfahren bevorstünde. Assange bezeichnet dieses als politisch motiviert. Er befürchtet eine Auslieferung von Schweden an die USA, wo ihm die Todesstrafe drohen könnte.
Der Standard: USA planen Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange
CNN: Sources: US prepares charges to seek arrest of WikiLeaks‘ Julian Assange

Macron baut Vorsprung auf LePen aus. Der Terroranschlag in Paris trübt den Präsidentschaftswahlkampf der Franzosen. Eine am Donnerstag stattgefunden Befragung sieht den Mitte-Links-Kandidaten Emmanuel Macron bei 24 Prozent der Stimmen. Dagegen liegt seine rechtsextreme Konkurrentin Marine LePen auf nur 21,5 Prozent. Die Erhebung hat jedoch vor dem jüngsten Anschlag auf der Champs-Élysées stattgefunden.
Kleine Zeitung: Vorsprung von Macron vor Le Pen in Umfragen wächst