Was heute wichtig ist

21.11.2015

Höchste Terrorwarnstufe in Brüssel ausgerufen. Die belgischen Behörden haben am Samstag den Betrieb der U-Bahn in der belgischen Hauptstadt eingestellt, nur Busse und Straßenbahnen fahren. „Wir verfügen über genügend Hinweise, um davon auszugehen, dass die Bedrohung konkret und akut ist“, zitierte die Zeitung Le Soir den belgischen Außenminister Didier Reynders.
NZZ.ch: Bürger sollen zu Hause bleiben

Zwei Terroristen von Paris kamen über Flüchtlingsroute. Zwei der drei Selbstmordattentäter vom Stade de France sind nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft gemeinsam als Flüchtlinge über Griechenland in die Europäische Union gereist. Dies gehe aus einem Abgleich der Fingerabdrücke der beiden Leichen hervor. Die Fingerabdrücke beider Männer seien am 3. Oktober bei der Ankunft in Griechenland registriert worden.
Mehr dazu im Handelsblatt

UN-Sicherheitsrat verabschiedet Resolution gegen IS. Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitagabend zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aufgefordert. Dazu müssten die „fähigen Staaten“ „alle nötigen Maßnahmen“ ergreifen, heißt es in der von Frankreich eingebrachten und einstimmig verabschiedeten Resolution. Der Sicherheitsrat bezeichnet die IS-Miliz als „globale und beispiellose Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit“.
NZZ.ch: Was bringt die neue Resolution des Sicherheitsrates?

Doch keine Selbstmordattentäterin. Die Cousine des mutmaßlichen Drahtziehers der Terroranschläge von Paris hat sich laut offiziellen Angaben doch bei dem Polizeieinsatz in Paris Saint-Denis nicht in die Luft gesprengt, wie ursprünglich gemeldet wurde. Die 26-jährige Hasna Aitboulahcen sei zwar am Mittwoch bei der Razzia ums Leben gekommen, teilte das Büro der Pariser Staatsanwaltschaft mit. Sie sei jedoch keine Selbstmordattentäterin gewesen, wie die Polizei bisher gedacht habe.
Andreas Wysling über Saint-Denis nach dem Anti-Terror-Manöver

Mali nach Anschlag im Ausnahmezustand. Nach dem Angriff auf ein Luxushotel in Mali hat der Präsident der ehemaligen französischen Kolonie den landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Dieser werde zehn Tage lang gelten, sagte Boubacar Keita am Freitagabend im staatlichen Fernsehen. Zudem ordnete er drei Tage Staatstrauer an. Insgesamt seien bei dem Angriff, zu dem sich Al-Kaida bekannt hat, 21 Menschen getötet worden, darunter zwei der Angreifer.
Markus M. Haefliger über Mali im Fadenkreuz der Dschihadisten

VW legt Rückrufplan für USA vor. Kurz vor Ablauf einer Frist der US-Behörden hat Volkswagen seine Vorschläge zur Lösung des Skandals um manipulierte Dieselfahrzeuge eingereicht. Das Rückrufkonzept des Konzerns betrifft zunächst nur die Modelle, die die US-Umweltschutzbehörde in ihrer Erklärung vom 18. September bemängelt hatte. Dabei handelt es sich um Dieselfahrzeuge mit 2,0-Liter-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2015. Parallel dazu teilte die Umweltbehörde EPA gestern mit, VW habe eingeräumt, dass 75.000 weitere Fahrzeuge mit einer verdächtigen Software ausgestattet seien – und zwar sämtliche Autos mit Drei-Liter-Diesel-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2016.
Tagesschau.de hat die Details

Deutschkurse für alle Flüchtlinge. Hilfsorganisationen fordern österreichweit kostenlose oder günstige Deutschkurse nicht nur für Asylberechtigte, sondern auch für Asylwerber. Schließlich könne die Wartezeit auf einen Asylbescheid Monate oder Jahre dauern, argumentieren sie. Johannes Kopf, der Chef des Arbeitsmarktservices, hält das für sinnvoll. Das AMS habe aber keine Kapazitäten, sie abzuwickeln.
Johannes Kopf im Ö1-Interview
51 Fragen zum 50-Punkte-Integrationsplan des Außenministers