Was heute wichtig ist

22.01.2016

Türkei will mehr EU-Geld. Aus Sicht der türkischen Regierung muss die EU mit einem höheren Finanzbedarf als den bisher versprochenen drei Milliarden Euro rechnen. „Wir exportieren keine Krise, die Krise ist in die Türkei exportiert worden. Jetzt ist es eine europäische Krise geworden. Wir haben 2,5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei aus Syrien, 300.000 weitere aus dem Irak“, so Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu in einem Interview. Davutoğlu und mehrere Minister treffen heute in Berlin zu ersten deutsch-türkischen Regierungskonsultationen ein.
Drei Milliarden können nur ein Anfang sein (FAZ)
Markus Ackeret über die schwierige Lage der deutschen Kanzlerin

USA wollen NATO am Kampf gegen die IS-Terrormiliz beteiligen. Amerika hat die NATO-Staaten der dpa zufolge um den Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen zur Koordinierung der internationalen Angriffe in Syrien und im Irak gebeten. Die internationale Allianz gegen den IS zählt rund 60 Staaten, von denen mehrere sich in der Vergangenheit skeptisch gegenüber einem NATO-Einsatz gezeigt hatten.
Zum Bericht der dpa in der Welt

Obergrenze nicht „nicht sehr eng“ abgesprochen. Die nach dem Asylgipfel am Mittwoch präsentierte Einführung einer Asyl-Obergrenze war „nicht sehr eng“ mit Deutschland abgesprochen, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble dem Spiegel. „Ich musste ein bisschen Luft holen, als ich es gehört habe“, sagte er. Die Fähigkeiten der EU-Länder seien aber „nicht unendlich“.
Das ganze Interview mit Schäuble im Spiegel

Französischer Premier warnt vor Destabilisierung. Der französische Premierminister Manuel Valls hat im Licht der jüngsten Ereignisse in der Flüchtlingskrise davor gewarnt, dass die große Zahl der Flüchtlinge die europäischen Gesellschaften „destabilisieren“ könnte. Die Idee von Europa werde infrage gestellt, wenn es nicht in der Lage sei, seine Außengrenzen zu schützen, sagte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Der Bericht im Guardian

Doskozil erwägt Mitwirkung des Heeres bei Abschiebungen. Der designierte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil kann sich vorstellen, dass das Bundesheer künftig „auch bei Abschiebungen der Polizei unter die Arme greift“. Die Soldaten sollten sich im Flüchtlingseinsatz „auf Augenhöhe einbringen“ können und nicht das Gefühl haben, „simple Assistenzleister zu sein, sondern auch wirklich gebraucht zu werden“, sagt Doskozil in der Kleinen Zeitung.
Interview in der Kleinen Zeitung

Heta-Angebot: Kärnten weiter zuversichtlich. Die Kärntner Finanzreferentin Gaby Schaunig ist nach der Veröffentlichung des Rückkaufangebots an die Heta-Gläubiger zuversichtlich. Gegenüber der APA erklärt sie, bei rationaler Betrachtung stünden die Chancen auf Erreichen der nötigen Zweidrittelmehrheit gut. Nachverhandlungen schließt sie jedenfalls aus.
Hypo-Desaster, Folge 29
Kommentar von NZZ-Korrespondent Matthias Benz: Kärnten braucht einen Plan B

UEFA entscheidet über Torlinientechnik. Die Europäische Fußball-Union UEFA entscheidet heute in Nyon über die Torlinientechnik. Mit technischen Hilfsmitteln, etwa einem Chip im Ball und Sensoren, kann so eindeutig festgestellt werden, ob ein Ball die Torlinie komplett überschritten hat. Die Technik könnte im Europacup, der Champions League und bei EM-Turnieren eingesetzt werden.

Terrorangriff auf Hotel in Mogadischu. Bei zwei Selbstmordanschlägen der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug am Donnerstagabend das Beach View Hotel am Lido-Strand. Danach stürmten vier Al-Shabaab-Kämpfer das Hotel und eröffneten das Feuer.

US-Ostküste erwartet Rekord-Schneemengen. Bis zu 60 Zentimeter Schnee, heftige Winde und Eisregen: Die US-Ostküste bereitet sich auf einen der schwersten Winterstürme seit vielen Jahren vor. Das Tief „Jonas“ soll am Freitag die Küste treffen, eine entsprechende Blizzard-Warnung wurde herausgegeben.
Vox: Meteorologists are running out of adjectives to describe the East Coast blizzard