Was heute wichtig ist

22.02.2016

Über ein Dutzend Tote bei Anschlag in Afghanistan. Ein Selbstmordattentäter riss in der afghanischen Provinz Parwan in der Nähe der Hauptstadt Kabul 13 Menschen mit in den Tod. Unter den Opfern seien neun Zivilisten und vier Polizisten, wie der lokale Polizeichef mitteilte. Weitere 17 Zivilisten seien durch die Explosion verletzt worden. Die Taliban haben sich zum Anschlag bekannt.

Kasten-Aufstand in Indien: 10 Millionen von Wasserversorgung abgeschnitten. Demonstranten der Jat-Kaste hatten kurzfristig den Munat-Kanal nahe der indischen Hauptstadt Delhi blockiert. Die wichtige Wasserquelle versorgt drei Fünftel der 16-Millionen-Stadt. Obwohl das Militär die Kontrolle über den Kanal wiedergewonnen hat, dürfte die vollständige Wiederherstellung der Wasserversorgung noch drei bis vier Tage dauern, wie die Behörden mitteilten. Vertreter der Jat verlangten den bevorzugten Zugang zu staatlichen Subventionen und Stellen, die geringer eingestuften Kasten zugute kommt. Bei Protesten in den vergangenen Tagen starben bisher 16 Menschen und hunderte wurden verletzt.
Bericht der BBC

Prozess gegen Ebu Tejma hat begonnen. Im Grazer Straflandesgericht hat heute Vormittag planmäßig der Prozess gegen Mirsad O. und einen weiteren mutmaßlichen Dschihadisten planmäßig und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. O. gilt als Schlüsselfigur rund um die Aktivitäten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Österreich. Seinem Mitangeklagten werden unter anderem mehrfacher Mord und schwere Nötigung vorgeworfen.
Elisalex Henckel erklärt ausführlich die Hintergründe des Prozesses

TTIP-Verhandlungen gehen weiter. Am Montag hat die 12. Verhandlungsrunde des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA in Brüssel begonnen. Auf der Agenda stehen unter anderem die künftige Abstimmung von Regulierungen durch ein gemeinsames Expertengremium. Handelskommissarin Cecilia Malmström kam zum Wochenbeginn nach Wien, um sich den Fragen von Kritikern des Handelsvertrags zu stellen. Laut Umfragen sind die Österreicher EU-weit die größten TTIP-Gegner.
Bernhard Schinwald über die Doppelzüngigkeit der Freihandelsgegner

Was Deutsche und Österreicher trennt … Innenministerin Mikl-Leitner hat die neuerliche Kritik ihres deutschen Amtskollegen Thomas de Maizière (CDU) an Österreichs Flüchtlingspolitik zurückgewiesen. Deutschland sende völlig unterschiedliche Signale aus. Konkret betonte die Ministerin, dass Berlin nicht den Griechen eine weitere Politik der offenen Grenzen zusichern, aber gleichzeitig von Österreich verlangen könne, alle, die nach Deutschland wollen, zu stoppen.
CDU: „Österreich betreibt billige Durchwinkpolitik“ (Welt)
Die Zeit: De Maizière droht Österreich mit Konsequenzen

Tausende warten an Mazedoniens Grenze. Mehr als 4.000 Migranten sind heute Vormittag in Piräus angekommen. Sie wollten über Nordgriechenland weiter nach Mitteleuropa fahren, werden aber von der Polizei von der Weiterreise abgehalten. Mazedonien hat seit Sonntag seine Grenzen für Migranten aus Afghanistan gesperrt und lässt nur noch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak durch.