Was heute wichtig ist

22.03.2016

Nach den Anschlägen in Belgiens Hauptstadt mit Dutzenden von Toten hat die Polizei einen Fahndungsaufruf veröffentlicht. Eine dritte Bombe im Brüsseler Flughafen konnte entschärft werden. Der IS hat sich zu den Anschlägen bekannt.
Spezial: Terror in Brüssel
Kommentar: Zielscheibe Brüssel
Fragen und Antworten: Terror in Brüssel: Was wir wissen – und was nicht
Kommentar: Reaktion auf den Terror: Mit Ruhe und Entschlossenheit

Überblick über die Lage mit dem Live-Ticker von NZZ.ch

18:55

Nach den Brüsseler Anschlägen finden zurzeit Durchsuchungen an mehreren Orten in Belgien statt. Das sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend. Die Ermittler gingen von zwei toten Selbstmordattentätern am Brüsseler Flughafen aus. Einen dritten Mann hatte die Polizei zuvor zur Fahndung ausgeschrieben.

18:40

Großbritannien hat die Kontrollen an den Landesgrenzen verschärft. Es seien mehr Grenzpolizisten im Einsatz und mehr Autos würden durchsucht, sagte Innenministerin Theresa May am Dienstag.

18:05

Die belgische Polizei veröffentlichte ein Bild eines Verdächtigen. Der Mann in weißer Kleidung soll den Anschlag am Flughafen verübt haben.

https://twitter.com/politie_zoekt/status/712323996172292097/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw

18:00

An den seit 16 Uhr wieder geöffneten Bahnhöfen muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Die Behörden empfehlen, so spät wie möglich abzureisen.

17:50

Trotz der Terroranschläge setzen die Brüsseler Schulen ihren Unterricht am Mittwoch fort. Kindertagesstätten sollen hingegen geschlossen sein. Man habe keine Hinweise, dass Schulen zum Ziel von Anschlägen werden könnten, erklärte die flämische Bildungsministerin Hilde Crevits.

17:45

Der Brüsseler Flughafen bleibt nach Angaben der Betreibergesellschaft auch am Mittwoch geschlossen.

17:15

Im Gebäude des Brüsseler Flughafens ist nach einem Medienbericht des Senders RTBF eine dritte Bombe gefunden und entschärft worden.

17:00

An der belgisch-französischen Grenze wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Der Flughafen Zaventem bleibt bis mindestens Donnerstag 12 Uhr geschlossen. Wer von den Anschlägen betroffen ist, darf in Hotels kostenlos übernachten.

16:45

Bei den Anschlägen in Brüssel sind nach offiziellen Schätzungen etwa 230 Menschen verletzt worden – mehr als bisher bekannt. Das nationale Krisenzentrum veröffentlichte die Zahlen am Dienstag. Etwa 100 Menschen wurden demnach am Flughafen Zaventem verletzt, weitere 130 bei der Explosion in der Metrostation Maelbeek.

16:35

Der TV-Sender Sender VRT hat ein Foto von drei Männern veröffentlicht, die am Dienstag den Anschlag auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem mit mindestens 14 Toten verübt haben sollen. Der Sender teilte auf seiner Internetseite mit, die Polizei habe dies bestätigt.

16:23

Die Terrororganisation IS hat sich laut Reuters zu den Anschlägen in Brüssel bekannt.

16:15

Der Zentralrat der Muslime hat die Terroranschläge von Brüssel scharf verurteilt. «Wie bereits bei den Terrorattentaten in Istanbul und Ankara wollen die Verbrecher und Massenmörder Angst und Schrecken verbreiten und die Gesellschaft spalten», erklärte sein Vorsitzender Aiman Mazyek am Dienstag laut Mitteilung in Köln. Allen Terroristen, «egal welcher Couleur», müsse entgegnet werden: «Euch wird der Zorn Gottes und der gesamten Menschheit treffen. Diese Schandtaten werden niemals Erfolg haben.»

16:11

Wie die APA berichtet, hat die belgische Regierung dreitägige Staatstrauer verhängt. Derzeit ist von mindestens 34 Toten auszugehen. Die Polizei hat unterdessen die Suche nach weiteren Verdächtigen am Flughafen eingestellt.

15:40

Der Zugverkehr in Brüssel soll ab 16 Uhr wieder weitgehend normal funktionieren. Das meldet die Betreibergesellschaft SNCB. Ausgenommen seien die Bahnhöfe Schuman und Luxemburg im EU-Viertel. Auch der Bahnhof am Flughafen Zaventem, wo eine Explosion ebenfalls zu Toten führte, bleibt vorerst geschlossen. Die Brüsseler Autotunnel öffneten derweil wieder, meldete der Sender VRT.

15.25

Der amerikanische Präsident Barack Obama spricht gegenüber dem belgischen Regierungschef sein Beileid aus. Die Anschläge in Brüssel erinnerten daran, dass die Welt vereint gegen Terrorismus kämpfen müsse, sagte Obama. Sowohl der Präsident als auch sein Verteidigungsminister Carter sichern Europa Unterstützung zu.

15:10

Das Mobilfunknetz in Brüssel ist noch immer überlastet. Das Krisenzentrum des Innenministeriums ruft deshalb dazu auf, Notfallnummern über das Festnetz anzurufen.

15:05

Laut den Brüsseler Sicherheitsbehörden sollen zwei wichtige Bahnhöfe in der belgischen Hauptstadt um 16:00 Uhr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen. Der Hauptbahnhof bleibt allerdings geschlossen.

14:22

Nun melden sich die Betreiber des AKWs zu Wort: Die beiden belgischen Kernkraftwerke in Tihange und Doel wurden nur teilweise evakuiert. Betreiber Electrabel spricht von einer Sicherheitsmaßnahme. Nähere Gründe werden nicht genannt.

14:13

Offenbar wird das 70 Kilometer von Brüssel entfernte Atomkraftwerk Tihange evakuiert. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf einen lokalen Polizeichef.

14:07

Am Brüsseler Flughafen hat die Polizei laut einem Bericht des privaten Senders VTM einen nicht-explodierten Sprengstoffgürtel gefunden.

14:02

Austrian Airlines hat für heute alle Flüge von und nach nach Brüssel gestrichen, Tickets können kostenlos storniert oder umgebucht werden.

14:00

Der belgische Aussenminister Didier Reynders warnt, dass die Attentäter noch in Brüssel unterwegs sein könnten.

13:43

Das belgische Königshaus hat frühere Meldungen von Reuters dementiert, dass der Palast wegen den Anschlägen evakuiert worden sei.

13:42

Das nationale Krisenzentrum in Belgien ist nach den Anschlägen über eine spezielle Telefonnummer zu erreichen. Unter +32 781 51 771 können sich Anrufer aus dem Ausland erkundigen, wie das Zentrum am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Mitarbeiter baten aber darum, möglichst über soziale Netzwerke zu versuchen, Menschen zu kontaktieren.

13:31

Die niederländische Polizei hat am Dienstag für einige Zeit den Bahnhof von Hoofddorp bei Amsterdam evakuiert und abgesperrt. Ein internationaler Zug aus Brüssel sei nach einer Meldung durchsucht worden. Es sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Der Bahnhof wurde wieder freigegeben.

13:25

Nun melden sich, wenig überraschend, auch die Rechtspopulisten zu Wort: In Frankreich hat Marine Le Pen die sofortige Schliessung der belgisch-französischen Grenze während mehrerer Wochen gefordert. In Grossbritannien haben die Befürworter eines Brexit die Angriffe in Brüssel als Beweis dafür gewertet, dass Grossbritannien aus dem Schengen-Raum austreten müsse, da dessen Personenfreizügigkeit die nationale Sicherheit gefährde. Schliesslich hat der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump angekündigt, er würde im Falle eines ähnlichen Terroranschlags eine Mauer an der Grenze bauen.

13:15

Auf Anraten der Behörden hat die Universität Brüssel ihren Campus evakuiert.

12:59

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass der Königspalast in der Innenstadt von Brüssel evakuiert worden sei. Update: 13.43: Das Königshaus hat diese Meldung mittlerweile dementiert. 

12:55

Laut dem öffentlich-rechtlichen belgischen Rundfunk finden in Brüssel und der umliegenden Region gegenwärtig Razzien statt. Auch fahnde die Polizei unter anderem mit Strassenpatrouillen nach Personen, die mit den Anschlägen in Verbindung stünden. Gleichzeitig fordern die Behörden die Journalisten zu Zurückhaltung auf: Es seien teilweise Informationen aus laufenden Untersuchungen veröffentlicht worden.

12:49

Im Brüsseler Flughafen sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga Waffen gefunden worden. Belga verwies auf eine gute informierte Quelle, eine offizielle Bestätigung gebe es aber nicht. Die Evakuierung des Flughafens, der am Dienstagmorgen von zwei Explosionen erschüttert worden war, gehe derweil weiter. Der Sender RTBF berichtete, in der Abflughalle sei eine Kalaschnikow gefunden worden.

12:26

Die Europäische Kommission erklärte, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe am Morgen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Er besprach sich auch mit dem belgischen Premierminister Charles Michel, dem belgischen Innenminister, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sowie EU-Staatspräsident François Hollande. Über den Inhalte der Gespräche wurde nichts mitgeteilt. Hollande erklärte, er werde die EU-Flaggen in seinem Land auf Halbmast setzen.

Am Dienstagmorgen haben sich am Brüsseler Flughafen Zaventem mehrere Explosionen ereignet. Bisher sind die Hintergründe unklar. Der Flughafen wurde kurz nach 8 Uhr geschlossen.

12:19

Nach den tödlichen Explosionen in Brüssel hat das belgische Rote Kreuz zum Blutspenden aufgerufen. Gesucht werden Spender mit den Blutgruppen A und Null mit dem Rhesusfaktor Negativ, teilte die Organisation am Dienstag auf ihrer Internetseite und auf Twitter mit. Spender sollten sich allerdings nicht in Brüssel melden, sondern in der Region Wallonie im südlichen Teil Belgiens.

12:05

Einwohner von Brüssel bekunden mit Straßen-Kreide ihre Solidarität.

12:00

Facebook hat nach den Explosionen in Brüssel am späten Dienstagvormittag seinen „Sicherheitscheck“ eingeschaltet, über den Nutzer Freunden mitteilen können, dass sie in Sicherheit sind. Der Service war unter anderem nach den Terroranschlägen in Paris im vergangenen November aktiviert worden und zuletzt auch bei den Explosionen in Ankara.

11:55

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel spricht von einem „schwarzen Tag für Belgien“. Bei den Anschlägen habe es viele Tote und Verletzte gegeben. Die Befürchtungen seien wahr geworden.

11:50

In einer weiteren Metrostation in Brüssel kam es einem Reuters-Augenzeugen zufolge zu kleineren Explosionen. Lokale Medien berichten, es habe sich anscheinend um kontrollierte Sprengungen eines Bombenentschärfungskommandos der Polizei gehandelt.

11:40

Laut den Brüsseler Verkehrsbetrieben STIB wurden in der Metro 15 Personen getötet und mindestens 55 weitere verletzt, zehn davon lebensgefährlich. Die belgische Zeitung Le Soir hat kurz zuvor ein Bild veröffentlicht, das einen zerstörten Bahnwagen zeigt.

11:30

Die belgische Regierung sendet 225 zusätzliche Soldaten nach Brüssel, das meldet die Nachrichtenagentur Belga.

11:15

Die Behörden in Brüssel raten, zur Kommunikation auf soziale Medien auszuweichen. „Rufen Sie nicht an. Nutzen sie Textnachrichten oder soziale Medien. Das Netzwerk wird überlastet“, teilte das nationale Krisenzentrum über Twitter mit. Ähnlich äußerte sich der für Telekommunikation zuständige Minister Alexander De Croo.

11:10

Sämtliche EU-Institutionen sind auf Alarmstufe Orange, das heißt, dass alle Treffen abgesagt wurden. Zugang zu EU-Gebäuden erhält nur, wer einen gültigen Badge hat.

10:55

Die Brüsseler Behörden bestätigen, dass es sich bei zumindest einer der Explosionen am Flughafen Zaventem um einen Selbstmordanschlag handelte.

10:50

Die Kantonspolizei Zürich ist wachsam und hat die Präsenz am Flughafen Zürich erhöht. Das sagt Sprecherin Carmen Surber der NZZ. Auch an anderen europäischen Flughäfen wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

10:40

Die Bombe in der Metro-Station Maelbeek ist laut einer Augenzeugin innerhalb eines Waggons direkt nach der Türschließung explodiert. Offenbar ist bei der Explosion in der Metro niemand ums Leben gekommen, wie der Sender VRT meldet.

Obenstehendes Video konnte noch nicht verifiziert werden.

10:30

Die belgische Staatsanwaltschaft hat Anti-Terror-Ermittlungen aufgenommen. Das berichtet der der öffentliche Sender RTBF. Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben, wie ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon mitteilte.

10:20

Die belgische Generalstaatsanwaltschaft bestätigt mindestens 13 Todesopfer und 35 Verletzte am Flughafen Zaventem. Der Sender VTM berichtet zudem von mindestens 10 Toten in der Metro. Ein Augenzeuge berichtet, die Explosion habe sich in einem Bahnwagen ereignet.

10:15

Das Krisenzentrum des belgischen Innenministeriums fordert die Bürger auf, zu bleiben, wo sie sind.

10:10

Der Öffentliche Verkehr in Brüssel ist komplett lahmgelegt.

09:55

Laut dem belgischen Sender VRT handelt es sich bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen um einen Selbstmordanschlag.

Die EU-Kommission weist ihre Mitarbeiter an, zu Hause zu bleiben oder das EU-Gebäude nicht zu verlassen.

09:45

Ein Augenzeuge, der sich kurz nach 9 Uhr in der Station Maelbeek aufhielt, berichtet gegenüber dem belgischen Sender RTBF von einer Explosion.

09:33

Das Brüsseler Spital St. Luc, in das Opfer des mutmaßlichen Anschlags gebracht wurden, meldet mittlerweile 10 Tote und 30 Verletzte.

09:30

In Belgien wurde die höchste Terrorwarnstufe verhängt, wie das Innenministerium mitteilte. Der Flugverkehr wurde eingestellt, das Flughafengebäude evakuiert. Die Flughafengesellschaft rief die Bevölkerung via Twitter auf, den Flughafen zu meiden. Auch der Hauptbahnhof der belgischen Hauptstadt ist geräumt worden.

09:25

Der belgische Sender RTBF meldet eine Explosion auch an der Metro-Station Maelbeek nahe der EU-Behörden. Der Metrobetrieb ist eingestellt worden.

08:25

Der Katastrophenplan sei in Kraft gesetzt worden, sagte der Regierungschef der Hauptstadtregion gemäß der Nachrichtenagentur Belga. Der Bahnverkehr in Richtung Flughafen wurde eingestellt.

Zaventem ist der größere der beiden Brüsseler Flughäfen und liegt näher am Stadtzentrum als Charleroi. Der auch als Basis der belgischen Luftwaffe dienende Flughafen liegt nordöstlich der Hauptstadt in der flämischen Gemeinde Zaventem. Er hat zwei Terminals, die von 80 Fluggesellschaften mit kontinentalen als auch internationalen Verbindungen bedient werden.

Der belgische Rundfunk RTBF berichtete in Berufung auf Augenzeugen, die Explosionen hätten sich kurz vor 8 Uhr in einer Abflughalle ereignet. Kurz vor den Explosionen seien Schüsse und Schreie zu hören gewesen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Agentur bestätigte, dass es Todesopfer gab. Laut Augenzeugen gebe es zahlreiche Verletzte, auch seien mehrere Personen bewusstlos.