Was heute wichtig ist

22.10.2015

Flüchtlingsrekord in Slowenien. Innerhalb von 24 Stunden zählten die slowenischen Behörden rund 12.600 neu angekommene Flüchtlinge. Das sind mehr, als an den intensivsten Septembertagen in Ungarn angekommen sind. In den vergangenen fünf Tagen sollen insgesamt rund 34.000 Menschen über Kroatien in das südlich von Österreich gelegene Land geflüchtet sein.

3.000 in Spielfeld. Am steirischen Grenzübergang Spielfeld sind am Mittwochabend rund 3.000 Flüchtlinge betreut und versorgt worden. Gegen Mittag hatten sich mehr als 1.500 Menschen selbstständig zu Fuß auf den Weg Richtung Norden gemacht. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer forderte einen verstärkten Einsatz der Sicherheitskräfte an der steirisch-slowenischen Grenze.
Die „Presse“ mit einer Reportage von der Grenze

Deutsche Politik reagiert auf Netanjahu. Der israelische Regierungschef hatte behauptet, dass Adolf Hitler den Holocaust gar nicht geplant hätte sondern erst 1941 vom Mufti von Jerusalem auf die Idee gebracht wurde. Hochrangige deutsche Politiker wiesen diese Uminterpretation der Geschichte durch Benjamin Netanjahu scharf zurück.
Ulrich Schmid aus Jerusalem über die wirren Hitler-Vergleiche Netanyahus

Flüchtlings-Attentäter am Semmering war dänischer Neonazi. Der Verdächtige, der am Samstag in Schottwien wegen einer Pfefferspray-Attacke gegen Flüchtlinge verhaftet wurde, ist ein rechtskräftig verurteilter Neonazi aus Dänemark. Zwei Tage nach dem Attentat hätte er eine Haftstrafe wegen Wiederbetätigung in Wien antreten müssen.
Julia Herrnböck mit Details
Attacken auf Flüchtlinge nehmen auch in Österreich zu

EZB berät über mehr Inflation. Bei einem Treffen der europäischen Zentralbanker auf Malta will EZB-Präsident Mario Draghi darüber sprechen, wie eine Stärkung des Euros gegenüber dem Dollar verhindert werden kann. Erwartet wird, dass Draghi sich für eine Verlängerung des Quantitative Easing-Programms aussprechen wird. Erst gestern hatte die Zentralbank eine Studie publiziert, wie sich die Krise auf die Vermögens- und Einkommenssituation in Europa ausgewirkt hat.
Was die Europäer reich – und arm – macht

Ferrari mit erfolgreichem Börsenstart. Ferrari hat am Mittwoch in New York einen rasanten Börsenstart hingelegt. Die Aktien kamen mit einem Kurs von 60 Dollar an den Markt, was rund 15 Prozent über dem am Vorabend festgelegten Ausgabepreis lag. Die Titel mit dem Börsenkürzel RACE gingen schließlich bei 55 Dollar aus dem Handel. Damit hat Ferrari nun einen Marktwert von elf Milliarden Dollar erreicht.
Details von Christiane Hanna Henkel aus New York

Viennale startet mit Blanchett, Mara. Österreichs wichtigstes Filmfestival eröffnet heute Abend im Gartenbaukino mit „Carol“ von Todd Haynes. In Zentrum des Melodramas nach Patricia Highsmith stehen Cate Blanchett und Rooney Mara als lesbische Geliebte im New York der 50er-Jahre.
Zum Programm der 53. Viennale


Credits: Viennale