Was heute wichtig ist

22.12.2015

Eine Million Menschen erreichten Europa. Im Jahr 2015 haben bisher eine Million Flüchtlinge und Migranten Europa erreicht. Das hat die Internationale Organisation für Migration bekannt gegeben. Nach deren Zählung sollen es insgesamt 1.005.504 Personen gewesen sein.
Guardian: One million migrants and refugees have reached Europe this year – IOM

Die irakische Armee beginnt einen Großangriff auf die IS-Hochburg Ramadi. Ein Militärsprecher sprach von heftigen Gefechten zwischen irakischen Sicherheitskräften und den Anhängern des Islamischen Staates. Im Zentrum der umkämpften Provinzhauptstadt sollen sich bis zu 300 Extremisten verstecken.
Sturm auf IS-Hochburg

Zweite Runde der Präsidentenwahl in Haiti vertagt. Die Wahlverschiebung kam sechs Tage vor dem geplanten Urnengang. Ein neuer Termin, um über den Nachfolger von Staatschef Michel Martelly abzustimmen, wurde zunächst nicht bekannt. Der Verlauf und die Resultate früherer Urnengänge sind umstritten und lassen das ärmste Land der westlichen Hemisphäre im politischen Chaos versinken.
Wahl kurzfristig verschoben

„Schande“ und „Farce“. Joseph Blatter (FIFA-Chef) und UEFA-Präsident Michel Platini sind von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes für je acht Jahre gesperrt worden. Damit beendet die Kommission die Karrieren der beiden mächtigsten Fußballmanager. Zum Verhängnis wurde ihnen die Zahlung von 1,8 Millionen Euro, die Platini im Jahr 2011 von Blatter angeblich für lange zurückliegende Beratertätigkeiten erhalten hatte. Beide sehen sich als Opfer und wollen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Blatter sprach nach dem Urteil von einer „Schande“, Platini von einer „Farce“.
Göttersturz im Weltfußball (NZZ)
Die offizielle Stellungnahme der Kommission

Der chinesische Menschenrechtsanwalt Pu Zhiqiang kommt unter Auflagen frei. Ein Gericht in Peking hat den 50-Jährigen am Dienstag zu einer dreijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Pu Zhiqiang war seit Mai 2014 inhaftiert, was von Diplomaten und Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wurde. Er darf nun nicht mehr als Anwalt arbeiten und muss sich regelmäßig bei der Polizei melden.
Anwalt wird unter Auflagen entlassen

Spaniens schwieriges Szenario. Nach der Parlamentswahl am Sonntag zeichnet sich in Spanien ein politisches Patt ab. Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit seiner Volkspartei zwar die meisten Stimmen auf sich vereinen können, braucht aber zumindest einen Koalitionspartner (Große Koalition mit den Sozialisten) oder sogar mehrere. Die Sozialisten haben eine Koalition bereits abgelehnt, was Verhandlungen mit kleinen, regionalen Parteien nötig macht.
Wie es in Spanien nach der Wahl weitergeht

Die Welt, wie die CIA sie sich vorstellte. Die CIA hat vor 15 Jahren versucht, die Zukunft vorherzusagen. Eine Analyse zeigt nun, wo sie richtig lag und wo nicht. Der Iran hat, anders als vermutet, keine Atomwaffen entwickelt.
15 years ago the CIA tried to predict the world in 2015. Here’s what they got wrong