Was heute wichtig ist

24.03.2016

Der dritte Selbstmordattentäter von Brüssel ist identifiziert. Es soll sich um den seit Tagen gesuchten Terrorverdächtigen Najim Laachraoui handeln. Die Behörden korrigierten die Zahl der Verletzten auf 300 Personen. Unterdessen beschuldigt der türkische Präsident Erdoğan Belgien, einen der Attentäter trotz einer Warnung laufen gelassen zu haben. Belgien bestreitet das.
Das „Kalifat“ verlegt seine Strategie nach außen, analysiert Monika Bolliger
Die optimale Reaktion: Ruhe und Entschlossenheit, kommentiert Wolfgang Sofsky
Zum NZZ-Dossier zu den Anschlägen

Nach Anschlägen treffen sich Innenminister in Brüssel. Nach den Terroranschlägen in Brüssel kommen die für innere Sicherheit zuständigen EU-Minister heute Nachmittag in der belgischen Hauptstadt zusammen. Österreich wird durch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizminister Wolfgang Brandstetter vertreten sein.

AUA-Brüssel-Flüge fallen bis inklusive Montag aus. Die Austrian Airlines streichen alle Flüge zwischen Wien und Brüssel bis inklusive Montag, 28. März. Grund sei die zerstörte Infrastruktur am Brüsseler Flughafen nach dem Terroranschlag. Als Ersatz bietet die AUA ihren Passagieren Destinationen im Umfeld der belgischen Hauptstadt an. Auch die Lufthansa fliegt bis Montag nicht nach Brüssel.

UNO kündigt Waffenstillstand im Jemen an. Die Konfliktparteien im Jemen haben sich nach Angaben der Vereinten Nationen auf eine Waffenruhe ab dem 10. April verständigt. Am 18. April sollen dann in Kuwait die Friedensgespräche zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthi-Rebellen wieder aufgenommen werden, wie der UNO-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed mitteilte. In dem Konflikt wurden nach UNO-Angaben seit März 2015 etwa 6.300 Menschen getötet.

UNO-Tribunal fällt Srebrenica-Urteil gegen Karadžić. 21 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica im Osten Bosniens wird das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag am Donnerstag das Urteil gegen einen der beiden Hauptangeklagten fällen. Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadžić gilt als politischer Hauptverantwortlicher des Massakers vom Juli 1995. Damals hatten serbische Einheiten unter General Ratko Mladić die UNO-Schutzzone in Ost-Bosnien überrannt und etwa 8.000 muslimische Männer und Buben ermordet.
Die Presse mit dem Hintergrund zu dem Urteil

Der Germanwings-Absturz mit 150 Toten jährt sich zum ersten Mal. Am Absturzort im französischen Le Vernet werden hunderte Hinterbliebene zu einer Trauerfeier erwartet. Eine Schweigeminute um 10 Uhr 41 wird auch im deutschen Haltern abgehalten, woher viele Opfer stammten.