Was heute wichtig ist

24.06.2016

Leave – Die Briten haben sich zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit für den Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Laut einem ersten vorläufigen Ergebnis haben über 52 Prozent beim Referendum für einen Austritt gestimmt; 48 Prozent waren gegen einen Brexit. Das Ergebnis basiert auf der Auszählung von 378 von 382 Wahlkreisen. Ein offizielles Ergebnis wird ab 8.00 MEZ erwartet. Die Länder des Vereinigten Königreichs sind gespalten: Schottland und Nordirland stimmten mit großer Mehrheit für den Verbleib, Wales und England für den Austritt. Die Wahlbeteiligung lag mit 72 Prozent sehr hoch. Fast 47 Millionen Wähler waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

NZZ.at: Brexit – Was Sie wissen müssen

NZZ.at: Live-Ticker zum Referendum

Pfund stürzt ab. Die britische Währung fällt angesichts des drohenden Ausstiegs Großbritanniens aus der EU auf den tiefsten Stand seit drei Jahrzehnten. Erwartungen kurz vor der Abstimmung, dass die Briten in der EU bleiben würden, hatte den Pfund zuvor gestärkt.

Life after Brexit – UKIP-Chef Nigel Farage hat den heutigen Freitag bereits als „Tag der Unabhängigkeit“ ausgerufen. Für Premierminister David Cameron sowie für die oppositionelle Labourpartei ist der Ausgang eine herbe Niederlage. Das Land bleibt nach einem erbitterten Abstimmungskampf gespalten. EU-Spitzen bewerten am Freitag das voraussichtlich positive Ergebnis des Referendums in Großbritannien für einen Austritt aus der Europäischen Union. In Brüssel treffen sich zunächst die Fraktionsvorsitzenden im Europaparlament. Am Vormittag beraten sich ebenfalls EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Ratspräsident Donald Tusk und Parlamentspräsident Martin Schulz.

Bei Unwettern in China sterben 78 Menschen. Am Donnerstag richteten Tornados und schwere Hagelstürme in der ostchinesischen Provinz Jiangsu schwere Schäden an. Mindestens 78 Menschen kamen dabei ums Leben und über 500 wurden verletzt, wie Staatsmedien berichteten. Die genaue Opferzahl sowie jene der Vermissten ist vorerst nicht bekannt.

Geiselnehmer in Deutschland erschossen. Im hessischen Viernheim in Deutschland hat ein bewaffneter Mann in einem Kino Geiseln genommen. Bei der erfolgreichen Befreiung der Geiseln durch Spezialkräfte wurde der Täter von der Polizei erschossen. Das Motiv des Angriffs blieb unklar. Die Behörden gehen jedoch nicht von einem terroristischen Tatmotiv aus. Zeugen berichten vom verwirrten Zustand des Täters.

Palästinenserpräsident besucht Wien. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas ist am Donnerstagabend unerwartet auf einen Kurzbesuch in der Hofburg eingetroffen. Er wurde vom scheidenden Bundespräsidenten Heinz Fischer mit militärischen Ehren empfangen. Fischer und Abbas blicken auf mehrere Treffen während ihrer Politkarriere zurück. Der Bundespräsident übte in der Vergangenheit immer wieder Kritik an der offensiven israelischen Siedlungspolitik.