Was heute wichtig ist

24.11.2015

Türkei schießt russischen Kampfjet ab. Im Syrien-Konflikt ist es zu einer offenen Konfrontation zwischen dem NATO-Land Türkei und Russland gekommen. Am Dienstagmorgen schossen türkische Kampfflugzeuge an der syrischen Grenze einen russischen Militärjet vom Typ Su-24 ab. Das Flugzeug habe den türkischen Luftraum verletzt, teilte das türkische Militär mit. Die russische Armeeführung wies diesen Vorwurf zurück. Die Regierung in Ankara will wegen des Zwischenfalls die NATO und die UN einschalten.
Mehr dazu auf NZZ.ch

Mikl-Leitner erwägt „Obergrenze“ für Flüchtlinge. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will eine Obergrenze für Flüchtlinge „andenken“. Diese werde es „faktisch“ geben, denn weder das System noch die Bevölkerung dürfen überfordert werden, erklärte die Ressortchefin am Dienstag vor dem Ministerrat. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) meinte im Pressefoyer, eine Obergrenze entstehe durch Maßnahmen vor Ort in Syrien: „Dann werden es weniger.“
Die Presse über die Diskussion beim Ministerrat

Wiener Bürgermeister gewählt. Im Rathaus hat am Dienstagvormittag die konstituierende Sitzung des Wiener Gemeinderates begonnen. Mit einer knappen Mehrheit wurde Michael Häupl (SPÖ) dabei zum Bürgermeister gewählt. Er erhielt nur 52 Stimmen, die rot-grüne Koalition hätte jedoch 54. Um 11.30 Uhr sollte Häupl in der Hofburg vom Bundespräsidenten als Landeshauptmann angelobt werden.
Der ORF über die Auftaktwoche in der Wiener Gemeindepolitik

Ausnahmezustand in Brüssel. In Brüssel ist die höchste Terrorwarnstufe um eine Woche verlängert worden. Ab Mittwoch sollen allerdings die Schulen wieder öffnen und die U-Bahnen wieder verkehren. Das teilte Premierminister Charles Michel am Montagabend in einer Pressekonferenz mit. Unterdessen setzt die Polizei ihre Suche nach einem mutmaßlichen Attentäter von Paris, Salah Abdeslam, weiter fort. Im Pariser Vorort Montrouge ist am Montagabend ein Sprengstoffgürtel gefunden worden.
NZZ-Korrespondent Niklaus Nuspliger berichtet aus Brüssel 
BBC über den überraschenden Fund in Paris 

Bombe in Athen. Vor dem Gebäude des griechischen Wirtschaftsverbands in Athen ist am Dienstagmorgen eine Bombe explodiert. Dabei ist es zu Sachschaden gekommen, verletzt wurde niemand. Banken und Wirtschaftsvertreter waren im Zuge der Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung in vergangenen Jahren wiederholt Ziele von Gewalt. Der heutige Anschlag war der erste dieser Art, seit Ministerpräsident Alexis Tsipras im Amt ist.
Reuters berichtet aus Athen

Hollande in Washington. Am Dienstag wird Frankreichs Präsident François Hollande von US-Präsident Barack Obama in Washington empfangen. Hollande will Obama dabei zu einem verstärkten Einsatz im gemeinsamen Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak bewegen. Der US-Präsident bleibt auch nach den Terroranschlägen von Paris weiterhin zögerlich. Am Donnerstag wird Hollande nach Moskau reisen.
CBS: Was vom Treffen der beiden Präsidenten zu erwarten ist

Türkei-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat einen EU-Türkei-Gipfel für kommenden Sonntag, den 29. November, einberufen. Im Zentrum der Gespräche steht die verstärkte Zusammenarbeit zur Kontrolle des Flüchtlingsstroms über das östliche Mittelmeer. Der Gipfel war bereits seit längerem geplant.