Was heute wichtig ist

25.02.2016

Von Wien nach Athen. Im Streit um das Vorgehen Österreichs in der Flüchtlingskrise hat die griechische Regierung ihre Botschafterin in Wien nach Athen zurückbeordert. Alleingänge einzelner Mitgliedstaaten in der Krise könnten „die Grundlage und den Prozess der europäischen Integration unterlaufen“, warnte das Athener Außenministerium. In dem griechischen Statement wird nicht direkt auf Aktionen der österreichischen Regierung Bezug genommen. Man werde nun mit der Botschafterin, Chryssoula Aliferi, über die „Wahrung freundlicher Beziehungen zwischen den Staaten und Völkern Österreichs und Griechenlands beraten“, heißt es.
NZZ.at: Was Griechenlands Botschafter-Rückruf bedeutet
Alexis Tsipras droht mit Blockade – Deutsche Welle
EU-Staaten driften in Flüchtlingskrise weiter auseinander – Reuters

EU-Innenminister beraten. Nach der Balkankonferenz in Wien sind die Balkanroute und die Grenzsicherung heute Thema des EU-Innenministertreffens. Der deutsche Innenminister Wolfgang de Maizière hat „trotz unterschiedlicher Auffassungen“ in der Flüchtlingskrise die „gute Zusammenarbeit“ mit Österreich betont. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verteidigte weiterhin das Vorgehen Österreichs. Nationale Alleingänge sollten dennoch unterlassen werden, so auch die generelle Auffassung. Als Reaktion auf die Anschläge von Paris haben sich die EU-Staaten zudem auf strengere Kontrollen an den Außengrenzen geeinigt.
Kurz bei den Tagesthemen: „Österreich ist überfordert“
Reportage auf NZZ.at: Flucht in den Container
de Maizère: „Zeit des Durchwinkens“ ist vorbei – DerStandard.at

Al-Shabaab tötet 180 Soldaten. Die Terrormiliz Al-Shabaab hat bei einem Anschlag auf einen Militärstützpunkt der Afrikanischen Union (AU) in Somalia mindestens 180 kenianische Soldaten der Friedenstruppe getötet. Die Islamisten hätten den Stützpunkt Mitte Jänner im südlichen Dorf El-Ade gestürmt, sagte der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud. Die Miliz, die sich zu dem Anschlag bekannte, hatte von 100 Toten gesprochen. In Somalia sind rund 20.000 AU-Soldaten stationiert.

Fifa wählt neuen Präsidenten. Am Freitag wird in Zürich der neunte Präsident in der knapp 112-jährigen Geschichte des Weltfußballverbandes Fifa gewählt. Nach 18 Jahren endet somit die Amtszeit des derzeit gesperrten Joseph Blatter. Die Wahl gilt als Chance für einen Neuanfang in der von Skandalen gebeutelten Fifa.
NZZ.at: Die Fifa vor dem Ernstfall
Fifa vor der Chefwahl: Fußball mit beschränkter Hoffnung – DerStandard.at

Aslan-Bericht wird geheim gehalten. Der Religionspädagoge Ednan Aslan hat seinen Abschlussbericht zu den islamischen Kindergärten bereits vor Wochen abgegeben. Das Integrationsministerium von Sebastian Kurz zieht es jedoch offenbar vor, ihn geheim zu halten. Eine „Vorstudie“ hat Ende vergangenen Jahres eine heftige Debatte um Radikalisierung in den Kindergärten ausgelöst.
NZZ.at: Außenministerium hält Aslans Endbericht zu islamischen Kindergärten unter Verschluss

Prognose von 3,6 Millionen Flüchtlingen. Die deutsche Regierung rechnet bis 2020 mit insgesamt 3,6 Millionen Flüchtlingen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Prognosen des Wirtschaftsministeriums. Es handle sich dabei um eine „rein technische“ Schätzung, eine seriöse Prognose könne derzeit niemand abgeben, heißt es aus dem Ministerium.
Interne Schätzung: 3,6 Millionen Flüchtlinge in Deutschland bis 2020 – NZZ
SZ: Regierung erwartet 3,6 Millionen Flüchtlinge bis 2020