Was heute wichtig ist

25.05.2016

Einigung mit Athen. Die Finanzminister der Eurozonen-Mitglieder haben sich in der Nacht auf Mittwoch auf die Auszahlung von weiteren Hilfen für Griechenland in Höhe von 10,3 Milliarden Euro geeinigt. Zuvor müssen noch einige Bedingungen von Athen erfüllt werden und nationale Parlamente zustimmen, sagte Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach rund elfstündigen Marathonverhandlungen in Brüssel. Schuldenerleichterungen im großen Stil, wie sie der Internationale Währungsfonds gefordert hatte, soll es aber erst geben, wenn das Hilfsprogramm 2018 erfolgreich abgeschlossen ist.
Der NZZ-Bericht

Van der Bellen äußert sich. Einen Tag nach seinem Wahlsieg hat der gewählte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in einem Interview mit den ARD-„Tagesthemen“ seine Haltung bekräftigt, die FPÖ unter Heinz-Christian Strache auch im Falle eines Wahlsiegs nicht mit der Regierungsbildung zu beauftragen. In einem Gespräch mit Christiane Amanpour von CNN gab sich Van der Bellen zudem optimistisch, dass der Nationalismus in Europa seinen Höhepunkt erreicht habe und wieder zurückgehen werde. Heute Mittwoch wird Van der Bellen mit Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zusammentreffen. Sein unterlegener Konkurrent Norbert Hofer wird unterdessen in der Hofburg von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen.
Interview in den ARD-„Tagesthemen“
Interview in „Amanpour“ auf CNN

Idomeni wird geräumt. Die griechische Polizei hat am Dienstag mit der Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien begonnen. Binnen weniger Stunden wurden rund 2.000 Flüchtlinge in andere Unterkünfte im Land gebracht. Unterdessen haben internationale Rettungskräfte etwa 3.000 Flüchtlinge auf der Überfahrt nach Italien aus dem Mittelmeer gerettet. Alleine in den letzten drei Tagen ist die Zahl der Geborgenen laut italienischer Küstenwache auf 5.600 gestiegen.

Erdogan droht. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut mit dem Scheitern des Flüchtlingsdeals gedroht. Ohne Fortschritte bei den Verhandlungen zur EU-Visafreiheit will Erdogan das Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen nicht in Kraft treten lassen. Das türkische Parlament werde in einem solchen Fall das Rücknahmeabkommen nicht ratifizieren, sagte Erdogan zum Abschluss des UNO-Nothilfegipfels am Dienstag in Istanbul.
Der NZZ-Bericht
Europa muss sich aus der Abhängigkeit Erdogans lösen, meint Peter Rásonyi

Übernahmeangebot abgelehnt. Der amerikanische Agrarchemiekonzern Monsanto lehnt die Milliardenofferte des deutschen Chemieriesen Bayer ab. Monsanto nennt das Angebot über umgerechnet rund 62 Milliarden Dollar finanziell unzureichend, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Management habe sich einstimmig zur Ablehnung des Angebots entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche.
Der NZZ-Bericht