Was heute wichtig ist

25.10.2015

Wege aus der Asyl-Krise. Erneut sind zwei Flüchtlingsboote im Mittelmeer gekentert. Vor Libyen sank ein Schiff, dabei kamen 40 Menschen ums Leben. Bei einem Bootsunglück nahe der Insel Lesbos starben mindestens drei Menschen, 15 Flüchtlinge werden im Meer vermisst. Unterdessen ringt die EU um einen gemeinsamen Kurs bei der Bewältigung des Flüchtlingsansturms. Bei einem Gipfeltreffen beratschlagen die Staatschefs über den 16-Punkte-Plan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) fordert in einem Kurier-Interview erneut finanzielle Sanktionen gegen jene EU-Länder, die keine Asylwerber aufnehmen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert unterdessen von Deutschland, mehr Flüchtlinge aus Österreich aufzunehmen.
ARD-Tagesschau über die gereizte Stimmung vor dem EU-Treffen
Kurier-Interview mit Werner Faymann
Krone-Interview mit Johanna Mikl-Leitner

Warten an der Grenze. In Spielfeld, an der Grenze zu Slowenien, warten derzeit 2.500 Asylwerber auf die Weiterreise. Sie haben die Nacht bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in Zelten verbracht. Die Sammelstellen sind nach Auskunft der Behörden überfüllt. In der Zwischenzeit sind weitere 4.000 Menschen von Kroatien nach Slowenien gekommen.
Live-Ticker der Kleinen Zeitung zur Lage in Spielfeld

Polen wählt. In Polen finden heute Parlamentswahlen statt. Umfragen sehen die nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) von Ex-Premier Jarosław Kaczyński deutlich vorne, allerdings weit entfernt von einer absoluten Mehrheit im Sejm. Der liberalen Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsidentin Ewa Kopacz werden herbe Verluste prognostiziert.
Lesenswerte FAZ-Reportage über die Stimmung vor der Wahl

Post-Kirchner-Argentinien. Zwölf Jahre lang hatte das Ehepaar Nestor und Christina Kirchner in Argentinien die Präsidentschaft inne. Nun geht deren Ära des gemäßigten Linkspopulismus zu Ende. Favorit bei den heutigen Wahlen ist Kirchners Partei-Nachfolger Daniel Scioli. Sein stärkster Herausforderer ist der konservative Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri.
Süddeutsche Zeitung: Was Kirchner Argentinien gebracht hat

Ruf nach Frieden in Israel. In Tel Aviv demonstrierten tausende Menschen für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts. Sie riefen: „Juden und Araber wollen sich nicht hassen!“ Zuletzt gab es eine Eskalation der Gewalt: Die Palästinenser fürchten, dass Israel den Zugang zum Tempelberg für Muslime einschränken könnte. Der Ort ist für beide Religionen heilig. US-Außenminister John Kerry versucht in dem Konflikt zu vermitteln.
ZEIT: Tausende demonstrieren für Friedensgespräche

Wahlen in Syrien? Nach russischen Angaben wäre der syrische Machthaber Baschar al-Assad bereit, Wahlen abzuhalten. Er selbst würde erneut kandidieren, „wenn das Volk nicht dagegen ist“, sagt der russische Abgeordnete Alexander Juschtschenko nach einem Treffen mit Assad. Moskau beteiligt sich seit einigen Monaten an der Seite Assads am Krieg in Syrien.
ORF: Assad will laut Russland Neuwahlen abhalten