Was heute wichtig ist

25.11.2015

Dramatische Geiselbefreiung in Frankreich. Im nordfranzösischen Roubaix hat die Polizei in der Nacht eine Geiselnahme beendet. Bewaffnete hatten einen Bankmanager und dessen Familie festgehalten und wollten offenbar, dass der Mann einen Tresor für sie öffnet. Einer der mit Kalaschnikows bewaffneten Täter eröffnete das Feuer auf die Polizei. Schließlich stürmte eine Spezialeinheit das Haus des Managers und befreite dessen Familie, darunter ein elf Monate altes Kind. Einer der Geiselnehmer wurde dabei getötet, ein weiterer verhaftet. Die Polizei schließt einen terroristischen Hintergrund aus.
ABC: One suspect dead as hostage standoff in French town of Roubaix ends, officials say

Russland droht der Türkei. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Verantwortlichen als „Helfershelfer von Terroristen“ bezeichnet. Das „tragische Ereignis“ werde „ernsthafte Auswirkungen auf die russisch-türkischen Beziehungen haben“, sagte Putin live im russischen Fernsehen. Außenminister Sergej Lawrow sagte einen für Mittwoch geplanten Besuch in der Türkei ab. Die NATO hält auf Antrag der türkischen Regierung ab 17 Uhr eine Sondersitzung in Brüssel ab. Turkmenische Rebellen in Syrien sagten, sie hätten die Piloten des Jets erschossen.
Marco Kauffmann Bossart: Ankara fühlt sich provoziert
Putin: „Ein Schlag in den Rücken“

Österreichische IS-Unterstützerin vermutlich tot. Die 17-jährige Österreicherin Sabra Kesinovic soll beim Versuch, den „Islamischen Staat“ zu verlassen, ermordet worden sein. Das Mädchen war mit der damals 15-jährigen Sabina Selimovic nach Syrien gereist, um die Dschihadisten zu unterstützen. Von Selimovic wird angenommen, dass sie seit Herbst  tot ist. Kesinovic soll versucht haben, aus Rakka, der de-facto Hauptstadt des IS, zu fliehen. Das Außenministerium wollte zum Fall zunächst nicht Stellung nehmen.
Telegraph: Teenage Austrian ‚poster girl for the Islamic State‘ killed by group for trying to escape

Brüssel plant Rückkehr zum Alltag. Die belgische Regierung will die höchste Terrorwarnstufe in Brüssel zumindest bis Montag beibehalten. Doch Pläne für eine langsame Rückkehr zum Alltag sollen schon weit früher umgesetzt werden: Am Mittwoch soll in Brüssel die U-Bahn wieder fahren und Schulen und Kindergärten sollen wieder öffnen.
Nikolaus Nuspliger: Terrorgefahr bleibt akut

Britische Nuklearflotte bleibt in Schottland. Das Unterhaus des britischen Parlaments hat am Dienstag mit 330 zu 64 Stimmen beschlossen, den umstrittenen Stützpunkt der nuklear bewaffneten U-Boot-Flotte in Trident nicht schließen. Gleichzeitig wurde mit Mehrheit eine Erneuerung der Marinebasis beschlossen. Vor allem die separatistische „Scottish National Party“ verlangt seit Jahren deren Stilllegung und hat damit auch im gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum geworben. Bei der zweiten Abstimmung scherten 14 oppositionelle Labour-Abgeordnete aus und stimmten mit der Regierung für die Modernisierung. Etliche andere enthielten sich der Stimme oder blieben der Sitzung fern.
BBC: MPs reject SNP calls for Trident to be scrapped

Wiener Bürgermeister angelobt. Nach seiner Wiederwahl zum Bürgermeister in der konstituierenden Sitzung des Wiener Gemeinderats ist Michael Häupl (SPÖ) am Dienstagvormittag von Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Hofburg als Landeshauptmann angelobt worden. Mit dabei waren Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein Vize Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Häupl wollte das Ereignis feiern – obwohl er nur von 52 der 54 roten und grünen Abgeordneten zum Bürgermeister gewählt worden war.
Hofburg: Angelobung des Landeshauptmannes von Wien, Michael Häupl