Was heute wichtig ist

25.12.2015

Papst geißelt Konsumgesellschaft. Papst Franziskus spendet heute in Rom den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“. Bei der gestrigen Christmette im Vatikan hat er unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen die „Kultur der Gleichgültigkeit“ in kapitalistischen Ländern verurteilt. Er erinnerte an die Geburt Jesu in großer Armut: „Das Kind lehrt uns, was wesentlich ist im Leben.“
NZZ.ch:  Papst geißelt Konsumgesellschaft
Gastkommentar: Gut gemeint, aber der Papst irrt

Russlands Rache soll besonders werden. Die Regierung in Moskau tüftelt an Strafmaßnahmen gegen die USA. Das ist eine direkte Reaktion auf die Verschärfungen der Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine-Krise. Man werde sich zu gegebener Zeit für die USA „etwas Besonderes“ einfallen lassen, sagt eine Sprecherin des Außenministeriums.
Spiegel Online: Russland droht USA

Tauwetter zwischen Pakistan und Indien. Zum ersten Mal seit elf Jahren reist ein indischer Staatschef wieder nach Pakistan. Premier Narendra Modi absolviert heute überraschend einen Staatsbesuch. Schon zuvor hat er seinem Amtskollegen Nawaz Sharif telefonisch zum Geburtstag gratuliert. Die Beziehungen zwischen den beiden Atommächten sind seit 2008 zerrüttet. Damals verübten pakistanische Terroristen einen Bombenanschlag in Mumbai.
NZZ.ch: Indischer Premier in Pakistan eingetroffen

Polen kippt Gewaltenteilung. Die nationalkonservative polnische Regierungspartei PiS hat im Parlament ein umstrittenes Gesetz zur Entmachtung des Verfassungsgerichtshofs durchgepeitscht. Damit haben die Höchstrichter kein Einspruchsrecht mehr bei Gesetzesbeschlüssen. Die EU-Kommission verurteilt das als Verletzung der Gewaltenteilung.
Der Standard: Polnisches Parlament entmachtet Verfassungsgerichtshof

Washington wirft IS Organhandel vor. Die US-Regierung ist offenbar im Besitz einer Fatwa des IS, wonach die Entnahme der Organe von „Ungläubigen“ legitimiert wird. Die Echtheit des Dokuments kann aber nicht zu hundert Prozent verifiziert werden. Das nährt Gerüchte, wonach sich die Dschihadistenmiliz unter anderem über Organhandel finanziert.
FAZ: Amerika nährt Organhandel-Vorwürfe gegen IS

Assad reagiert auf UN-Friedensplan. Nach der Verabschiedung eines Friedensplans für Syrien durch den UNO-Sicherheitsrat hat sich der syrische Machthaber Baschar al-Assad zu Gesprächen mit der Opposition bereit erklärt. Wie sein Außenminister erklärte, lehne man allerdings die Einmischung aus dem Ausland ab. Ziel sei eine „Regierung der nationalen Einheit“.
NZZ.ch: Syriens Regierung zu Friedensgesprächen bereit