Was heute wichtig ist

26.01.2016

Drei Minister neu angelobt. Bundespräsident Heinz Fischer hat heute die Rochaden im SPÖ-Regierungsteam bestätigt. Neu in der Regierungsriege ist Hans Peter Doskozil, der das Verteidigungsressort übernimmt. Sein Vorgänger Gerald Klug wechselt ins Infrastrukturministerium und ersetzt dort Alois Stöger, der Sozialminister wird. Der bisherige Amtsinhaber Rudolf Hundstorfer wird sich in den kommenden Wochen allein seiner Bundespräsidentschaftskandidatur widmen.
Moritz Gottsauner-Wolf über die Faymanns Minister aus der Dose

Rom verhüllt sich für Hassan Rohani. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren ist ein iranischer Präsident zum Staatsempfang nach Europa gereist. Im Vordergrund von Rohanis Reise nach Italien und Frankreich stehen die wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa, die mit der Umsetzung des Atomabkommens zu neuem Leben erwachen. Für den Besuch des Oberhauptes des schiitischen Gottesstaates wurden in Rom einige nackte Statuen verhüllt, an denen der strenggläubige Rohani Anstoß nehmen hätte können.
Der Guardian über die verhüllten Statuen
Korrespondentin Monika Bolliger über Rohanis große Reise

Die Zika-Mücke sticht zu. 220.000 brasilianische Soldaten informieren derzeit über Stechmücken, die das sogenannte Zika-Virus verbreiten. Es ist vor allem für Schwangere und Babys gefährlich. Der Virus hat es bereits in die Schweiz geschafft, zwei Tropenurlauber reisten infiziert ein.
Das Zika-Virus in der Schweiz

Dänisches Parlament beschließt umstrittenes Asylgesetz. Das Parlament stimmte am Dienstag zu, Flüchtlingen unter anderem persönliche Wertgegenstände oder Bargeld ab einem Wert von 10.000 Kronen (1.340 Euro) abzunehmen. Damit sollen Unterbringung und Verpflegung von Asylwerbern finanziert werden. Integrationsministerin Støjberg verteidigte die Pläne im EU-Parlament als „fair und angemessen“.

Saudische Millionen in Malaysia. Najib Razak wurde heute vom Verdacht der Korruption freigesprochen. Der malaysische Premier hatte eine „Spende“ von rund 681 Millionen US-Dollar vom saudischen Königshaus auf sein Privatkonto überwiesen bekommen. 620 Millionen will er nun zurückzahlen, er hätte sie nicht gebraucht. Warum Razak die „Spende“ überhaupt bekam und was mit den fehlenden 61 Millionen passiert ist, sei laut Anwälten eine Privatangelegenheit.
Die BBC berichtet

Österreich beschließt schärferes Asylrecht. Während noch immer nicht ganz klar ist, was es mit der von der Regierung ausgerufenen 37.500-Menschen-Grenze genau auf sich hat, hat der Ministerrat heute das sogenannte „Asyl auf Zeit“ sowie neue Regeln zur Familienzusammenführung beschlossen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sieht im österreichischen Verhalten eine „Schubumkehr“, die ganz Europa beeinflusse.
Georg Renner über die neue Politik im Schatten der Obergrenze