Was heute wichtig ist

26.02.2016

Griechenland zieht seine Botschafterin aus Wien ab, um sich mit der Diplomatin zu beraten, teilte das Außenministerium am Donnerstag in Athen mit. Ziel sei, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Völkern und den beiden Staaten zu bewahren. Die Beziehung ist abgekühlt, weil Griechenland zum Ministertreffen der Balkanländer in Wien vom Mittwoch nicht eingeladen war. Inzwischen sitzen 20.000 Flüchtlinge in Griechenland fest.
Moritz Moser über die Symbolik des Botschafter-Rückrufs

Der südliche Teil des „Dschungels“ von Calais darf behördlich geräumt werden. Das hat ein Gericht in Lille entschieden. Zwischen 1.000 und 3.500 Menschen leben in dem betroffenen Teil des sogenannten „Dschungels“ und warten auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien zu gelangen. Die Flüchtlinge sollen in Wohncontainern in Calais oder in Aufnahmezentren in anderen Landesteilen untergebracht werden.
Der Spiegel hat das Lager im Jänner besucht

Europarat verurteilt Flüchtlingspolitik. Der Menschenrechtskommissar des Europarats stellt der Flüchtlingspolitik Europas ein schlechtes Zeugnis aus. „Anstatt diesen Menschen zu helfen, wetteifern europäische Länder um die Abschreckung von Migranten“, rügte Nils Muiznieks am Freitag und sprach von einem „Teufelskreis“. Dies verletze Menschenrechtsstandards und das Prinzip zwischenstaatlicher Solidarität.

Mann erschoss in Kansas vier Menschen in seiner Firma. Ein Angestellter hat in einer Gartengerätefirma in Hesston im US-Staat Kansas vier Menschen erschossen. Der Angreifer selbst sei von der Polizei getötet worden, so der Sheriff von Harvey County. 14 Menschen wurden verletzt, fünf davon lebensgefährlich. „Es war ein Einzeltäter“, sagte der Sheriff.

Waffenruhe in Syrien-Bürgerkrieg tritt in Kraft. Nach fast fünf Jahren Bürgerkrieg in Syrien soll heute um Mitternacht eine zwischen USA und Russland vereinbarte Waffenruhe in Kraft treten. Die syrische Regierung, das wichtigste Oppositionsbündnis sowie weitere Konfliktparteien stimmten in den vergangenen Tagen zu. Ausgenommen sind der IS sowie die Al-Nusra-Front.

Iraner wählen neues Parlament. Im Iran wird heute ein neues Parlament gewählt. Dabei gibt es einen Dreikampf zwischen den Konservativen, den Hardlinern und den Reformern um Präsident Hassan Rouhani. Wahlberechtigt sind landesweit fast 55 Millionen Menschen. Die Wahl gilt als erster politischer Stimmungstest nach dem Mitte Juli zwischen Teheran und dem Westen geschlossenen Atomabkommen. Gleichzeitig werden auch neue Mitglieder für den Expertenrat gewählt, der sowohl über die Ernennung als auch die Abwahl des Obersten Führers des Irans bestimmt.
Monika Bolliger über die leise Hoffnung der Reformer auf einen Wahlsieg

Apple erhebt offiziell Einspruch dagegen, dem FBI bei der Entsperrung des Terroristen-iPhones helfen zu müssen. Das FBI wolle über die Gerichte eine „gefährliche Macht“ erreichen, erklärte das Unternehmen. Konzernchef Tim Cook lehnt eine Mithilfe bei der Umgehung von Verschlüsselungen grundsätzlich ab.
Worum es in dem Konflikt zwischen Apple und FBI geht