Was heute wichtig ist

26.08.2016

Notstand in Italien. Am Donnerstag rief die italienische Regierung den Notstand aus und gab zugleich 50 Millionen Euro für die Unterstützung betroffener Menschen frei. „Wir haben die moralische Pflicht gegenüber den Frauen und Männern dieser Gemeinden“, sagte Ministerpräsident Renzi nach einer Krisensitzung. Mit dem Entschluss einen Tag nach dem schweren Erdbeben soll Opfern schnell und möglichst unbürokratisch geholfen werden. Es starben bei der Katastrophe mindestens 250 Menschen, 365 weitere wurden verletzt.
Italienische Regierung verspricht raschen Wiederaufbau
Hintergrund: Italien sitzt auf einem geologischen Pulverfass
Reportage: Ein ganzes Dorf ist obdachlos

Türkei bombardiert Kurdenstellungen. Im Zuge ihrer Offensive in Nordsyrien hat die türkische Armee Donnerstagabend auch Stellungen der Kurdenmiliz YPG mit Artilleriegranaten beschossen. Dies bestätigten türkische Sicherheitskreise am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die türkischen Streitkräfte eröffneten das Feuer, weil sich die YPG nicht wie ausgemacht auf das Ostufer des Euphrats zurückgezogen habe und weitere Gebiete erobern wollte.
Meinung: Die Türken machen ernst
Türkische Panzer in Syrien
Kurden und Türken in Österreich

Gas-Explosion in Belgien. Bei einer starken Explosion kurz nach Mitternacht in einem Sportzentrum in der belgischen Gemeinde Chimay ist ein Mensch getötet worden, vier weitere wurden verletzt. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Rettungsdienst. Laut belgischen Behörden dürfte die Ursache ein Gasleck gewesen sein, es gäbe keine Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund. Seit den Anschlägen vor fünf Monaten herrscht in Belgien noch immer die zweithöchste Terrorwarnstufe.
Guardian: Belgium explosion destroys sports centre, killing at least one

Französischer Staatsrat entscheidet über Burkini-Verbot. Das oberste Verwaltungsgericht des Landes will heute über ein Burkini-Verbot entscheiden. Ein Eilantrag der Menschenrechtsliga und des Kollektivs gegen Islamophobie in Frankreich gegen das bereits beschlossene Verbot  wurde beim Verwaltungsgericht in Nizza abgewiesen – nun wird in Paris eine Grundsatzentscheidung erwartet. In etwa dreißig französischen Kommunen bleiben Ganzkörper-Badeanzüge für Musliminnen an den Stränden bis dato untersagt.
Kleine Zeitung: Gericht prüft nun Burkini-Verbote
Moritz Moser: Warum ein Burka-Verbot nur Symptome bekämpft
Burkini als Wahlkampfthema: Islamdebatte in Frankreich

Notenbank-Konferenz in Jackson Hole. Seit Donnerstag findet im Luftkurort Jackson Hole eine Konferenz unter dem Motto „Der Entwurf eines stabilen geldpolitischen Rahmens für die Zukunft“ statt. Es ist die Wichtigste internationale Zusammenkunft der Zentralbanker und ein Stimmungsbarometer für die Sorgen und Nöte der Währungsbehörden. An internationaler Reputation gewann die Veranstaltung in den 1990er Jahren unter dem damaligen Fed-Vorsitzenden Alan Greenspan.
Fünf Antworten zu Jackson Hole

Facebook greift sich Daten von WhatsApp-Nutzern. Der Messaging-Dienst WhatsApp hat angekündigt, die Telefonnummern von Nutzern mit Facebook zu verbinden. Dabei soll es um Nutzungsdaten, wie den letzten Login-Zeitpunkt und die Telefonnummer gehen. Die Inhalte aus den Chats sollen privat bleiben. WhatsApps Ankündigung kommt dabei nicht überraschend. Bereits vor ein paar Monaten war in einer Testversion für Android zu erkennen, dass Nutzerdaten einst mit Facebook würden geteilt werden können. Der US-Konzern Facebook übernahm WhatsApp 2014 für fast 22 Milliarden Dollar.
Facebook greift sich Daten von Whatsapp-Nutzern