Was heute wichtig ist

26.09.2016

Heftiger Streit um Syrien im UNO-Sicherheitsrat
Schlagabtausch im UNO-Sicherheitsrat: Nach den heftigsten Bombardierungen Aleppos im gesamten syrischen Bürgerkrieg haben sich Russland und die westlichen Staaten am Sonntag in New York gegenseitig die Schuld für die Eskalation der Gewalt gegeben. Am Rande der Sondersitzung nahm der als zurückhaltend bekannte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon kein Blatt mehr vor den Mund. Was in Aleppo geschehe, sei „Barbarei“ und „Kriegsverbrechen“, sagte er.
New York Times: In Push on Aleppo, Syria and Russia Seem Ready to Further Scorch Its Earth
BBC: Syria conflict: US accuses Russia of ‚barbarism‘ in Aleppo
NZZ.ch: Scharfe Worte gegen Bomben

Doskozil verteidigt Ergebnisse von Wiener Flüchtlingsgipfel
Nach Meinung von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat der Wiener Flüchtlingsgipfel entgegen vielfach geäußerter Skepsis durchaus Ergebnisse gebracht. Es seien in zwei Punkten Erfolge erzielt worden: Die Balkanroute sei geschlossen und man habe sich auf den Außengrenzschutz konzentriert, auf ziviler, militärischer und polizeilicher Ebene, sagte Doskozil am Sonntagabend in der ORF-Diskussionssendung „Im Zentrum“.
ORF.at: Doskozil verteidigt Ergebnisse von Wiener Flüchtlingsgipfel
NZZ.at: Die innenpolitischen Motive hinter dem Flüchtlingsgipfel
NZZ.at: Kein „EU-Blabla“, aber auch keine Lösung

Friedensvertrag in Kolumbien wird unterzeichnet
Nach über 50 Jahren Konflikt unterzeichnen die kolumbianische Regierung und die marxistischen FARC-Rebellen am Montag einen Friedensvertrag. Im Beisein von zahlreichen Staats- und Regierungschefs sowie UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wird in Cartagena an der kolumbianischen Karibikküste das seit 2012 mit internationaler Hilfe auf Kuba ausgehandelte Abkommen besiegelt.
The Guardian: Preparing for peace: inside Farc’s Colombian jungle base
BBC: Colombians celebrate as peace deal is reached with Farc rebels

Regionalwahlen in Galicien und im Baskenland bringen Rückenwind für Rajoy
Die mit Spannung erwarteten Regionalwahlen in Galicien und im Baskenland haben dem amtierenden spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy den Rücken gestärkt. Der Chef der konservativen Volkspartei (PP) kann darauf hoffen, dass die deutlichen Verluste der Sozialisten in beiden Regionen Bewegung in seine Bemühungen um eine Regierungsbildung bringen. Dies würde einen monatelangen politischen Stillstand in der viertgrößten Volkswirtschaft der EU beenden.
NZZ.ch: Konservative in Galicien mit absoluter Mehrheit

Bosnien: 99,80-prozentige Unterstützung für umstrittenen Feiertag
Die bosnischen Serben haben bei dem am Sonntag abgehaltenen umstrittenen Referendum wie erwartet fast einstimmig den 9. Jänner als Nationalfeiertag des kleineren bosnischen Landesteils, der Republika Srpska, unterstützt. Wie die Referendumskommission nach der Auszählung von gut 30 Prozent der Stimmen mitteilte, hätten sich für den Feiertag 99,80 Prozent der Bürger ausgesprochen.
NZZ.at: Eine unnötige Volksbefragung
The New York Times: Bosnian Serbs Keep Holiday in Vote Assailed as Illegal

Gewerkschaften starten mit Lohnforderung in Herbstlohnrunde
Montagmittag läuten die Metaller die Herbstlohnrunde ein – und das gleich mit einem Novum: Erstmals werden die Arbeitnehmervertreter bei der Forderungsübergabe den Prozentsatz nennen, um den Löhne und Gehälter angehoben werden sollen. Im Vorjahr einigte man sich nach sehr langwierigen Verhandlungen auf ein Plus von 1,5 Prozent – bei einer Jahresinflationsrate von 0,9 Prozent. Heuer liegt diese bei 0,8.
Der Standard: Herbstlohnrunde: Gewerkschaft will heuer stärker zulangen

Air Berlin will sich von tausend Mitarbeitern trennen
Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin will einem Zeitungsbericht zufolge kräftig schrumpfen. Am Ende sollten wahrscheinlich nur noch halb so viele Flugzeuge betrieben werden wie derzeit, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung solle halbiert werden. Deshalb wolle sich das Unternehmen in den kommenden Monaten voraussichtlich von etwa tausend seiner insgesamt 8.600 Mitarbeiter trennen.
Süddeutsche Zeitung: Air Berlin soll halbiert werden