Was heute wichtig ist

26.11.2015

Zielpunkt geht in Konkurs. Rund 50 Millionen Euro hatte der Eigentümer Pfeiffer Handelsges.m.b.H. seit 2012 investiert, um die Supermarktkette zu retten. Die versuchte Sanierung ist nun gescheitert. Sowohl Novembergehalt wie auch Weihnachtsgeld werden nicht mehr ausbezahlt, sie sollen aus dem staatlichen Insolvenzfond beglichen werden. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt rund 2.500 Mitarbeiter in rund 230 Filialen.
Die Presse über die Hintergründe der Pleite

Deutschland berät über Militäreinsatz. Die Koalition aus CDU und SPD diskutiert, ob und wie sich die deutsche Armee am Kampf gegen die Gruppe Islamischer Staat beteiligen will. Derzeit werden Aufklärungsflüge, Satellitenkapazitäten und Luftbetankung in Aussicht gestellt.

Gewalt gegen türkische Botschaft in Moskau. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei haben Demonstranten am Mittwoch die türkische Botschaft in Moskau mit Steinen angegriffen. Die türkische Nachrichtenagentur DHA veröffentlichte indes einen Funkspruch, bei dem es sich um die Warnung an die Piloten handeln soll. Der Pilot der Maschine bestritt, vor dem Abschuss gewarnt worden zu sein.
Die BBC über die Veröffentlichung des Funkspruchs
NZZ-Korrespondent Jürg Bischoff über Ankaras Versöhnungssignale an Moskau

Hollande im Kreml. Der französische Präsident François Hollande will heute in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Kampf gegen den Terror beraten. Nach Treffen mit US-Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel diese Woche will Hollande auch Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit mit Russland ausloten. Die intensiven diplomatischen Anstrengungen sind Hollandes Reaktion auf die Anschläge der Terrorgruppe Islamischer Staat in Paris vor fast zwei Wochen, bei denen 130 Menschen getötet wurden.
NZZ-Korrespondent Rudolf Balmer über Deutschlands begrenzte Solidarität mit Frankreich

Budget für 2016 wird heute fixiert. Nach drei Tagen Debatte im Plenum steht am Abend im Nationalrat die Schlussabstimmung auf dem Programm. Der Bundesvoranschlag für das kommende Jahr sieht ein gesamtstaatliches „Maastricht“-Defizit von 1,4 Prozent des BIP vor. Bei Ausgaben von 77 Milliarden Euro und Einnahmen von 71,9 Milliarden macht das Minus 5,1 Milliarden aus.
Lukas Sustala über die Tricks, mit denen sich der Staat seine Schulden schönrechnet

David Cameron kommt nach Wien. Der britische Premierminister wird heute Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sowie Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) treffen. Im Zentrum des eintägigen Besuchs Camerons in Österreich dürfte das geplante EU-Referendum in Großbritannien stehen. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wird nicht dabei sein. Er besucht heute im Rahmen eines dreitägigen Aufenthalts in Saudi-Arabien seinen saudischen Amtskollegen Adel al-Dschubeir.
Bernhard Schinwald dazu, was Cameron von Österreich erwarten kann