Was heute wichtig ist

27.06.2016

Konservative gewinnen in Spanien überraschend deutlich. Auch die zweiten Parlamentswahlen in Spanien innerhalb eines halben Jahres haben wenig Klarheit gebracht. Zwar konnten die Konservativen unter Ministerpräsident Mariano Rajoy ihren Stimmenanteil vergrößern. Doch die Mehrheitsverhältnisse bleiben kompliziert, weil Protestbewegungen wie die Linkspartei Podemos und die bürgerliche Ciudadanos einen relativ hohen Anteil am Wahlergebnis für sich verbuchen konnten. Für die absolute Mehrheit braucht es 176 Sitze im Parlament.
NZZ.at: Korrespondenten-Bericht zum Wahlsieg der Konservativen

Brexit 1: Beratungen nach dem britischen Votum. Einen Tag vor dem EU-Gipfel laufen am Montag in Europa die Krisengespräche wegen des britischen Brexit-Votums auf Hochtouren. In Brüssel berät die EU-Kommission über Konsequenzen aus dem Referendum, bei dem knapp 52 Prozent der Briten für einen EU-Austritt ihres Landes gestimmt hatten. In Berlin treffen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und der italienische Premier Matteo Renzi zusammen. Der Brexit-Befürworter Boris Johnson hat in einer Stellungnahme nun seine Vorstellungen von der künftigen Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der EU geäußert: Er will möglichst viele Privilegien der Mitgliedschaft auch ohne Mitgliedschaft behalten.
NZZ.ch: Boris Johnson erwartet weiter Zugang zum Binnenmarkt
Alles zum Brexit auf NZZ.at auf einen Blick

Brexit 2: Finanzminister will Sorgen zerstreuen. Das Votum für den Austritt beim britischen EU-Referendum hält weiter die Finanzmärkte und die internationale Politik in Atem. Der britische Finanzminister George Osborne hat für Montag eine Erklärung noch vor Handelsbeginn angekündigt. Osborne will nach dem Brexit-Votum mit der Erklärung um 8 Uhr (MESZ) die Finanzmärkte beruhigen.
Droht nach dem Brexit der Domino-Effekt?
NZZ.at-Kommentar: Wer Europa liebt, reformiert es

Das britische Pfund wertet im Frühhandel gegen den US-Dollar ab
Das britische Pfund wertet im Frühhandel gegen den US-Dollar ab

Credits: Factset

Brexit 3: Tories und Opposition in Führungskrise. Nicht nur die Konservativen kämpfen nach dem Brexit-Votum und dem angekündigten Rücktritt von Premierminister David Cameron mit einer schweren Führungskrise. In der Labour-Opposition sind am Wochenende schwere Grabenkämpfe ausgebrochen. Die Kritik am linksgerichteten Parteichef Jeremy Corbyn hat zum Rücktritt des halben „Schattenkabinetts“ geführt. Corbyn wehrt sich gegen Rücktrittsaufforderungen wegen seiner halbherzigen „Remain“-Kampagne und kündigte an, neue Minister in sein Schattenkabinett einzuberufen.
Jeremy Corbyn im Grabenkampf: Die Labourpartei in Aufruhr
Porträt von Boris Johnson: Unberechenbar und unwiderstehlich
Schottland droht mit Unabhängigkeit

Kern ist neuer SPÖ-Chef. Am Wochenende hat die SPÖ ihren neuen Parteivorsitzenden gewählt. Am Parteitag begeisterte der neue Bundeskanzler Christian Kern die Genossen mit einer Rede, für die er vier Minuten Applaus erntete. Kern versuchte in seiner Rede, allzu hohe Erwartungen zu bremsen, indem er vor den Delegierten die „Internationale“ zitierte: „Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.“
Die SPÖ feiert ihren neuen Heilsbringer
Kommentar von Michael Fleischhacker: Der nächste Alaba heißt Kern

Götz George ist tot. Der deutsche Schauspieler ist bereits am 19. Juni im Alter von 77 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Seine bekannteste Rolle war jene des „Tatort“-Kommissars Horst Schimanski.
Götz George ist tot – NZZ.ch

Deutschland, Frankreich und Belgien im EM-Viertelfinale. Bei der Euro haben sich am Wochenende die Favoriten durchgesetzt: Deutschland, Frankreich und Belgien sind am Sonntag ins Viertelfinale eingezogen. Die Deutschen setzten sich im Achtelfinale gegen die Slowakei mit 3:0 durch. Gastgeber Frankreich zog nach einem 2:1 gegen Außenseiter Irland ebenfalls ins Viertelfinale ein. Belgien besiegte Österreich-Bezwinger Ungarn mit 4:0.
Alles zum aktuellen Stand bei der Euro 2016 auf NZZ.ch