Was heute wichtig ist

28.02.2016

Hillary lässt Sanders weit hinter sich. Im Rennen um die demokratische US-Präsidentschaftskandidatur hat Ex-Außenministerin Hillary Clinton einen weiteren Sieg errungen. Kurz vor dem „Super Tuesday“ nächste Woche mit mehr als zehn Vorwahlen auf einmal schlug sie am Samstag in South Carolina ihren innerparteilichen Rivalen Bernie Sanders – und zwar deutlich. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Clinton auf 73,5 Prozent, der Senator aus Vermont auf 26,0 Prozent. Clinton hatte 2008 die Vorwahl in South Carolina gegen den damaligen Außenseiter Barack Obama mit fast 30 Prozentpunkten Abstand verloren.
Hillary Clinton siegt in South Carolina – NZZ

Trend: Schweizer lehnen Anti-Ausländer-Initiative ab. Die Durchsetzungsinitiative der SVP dürfte vom Wahlvolk abgelehnt werden. Laut der ersten nationalen Trendrechnung wird sie weniger als 45 Prozent Ja-Stimmen erhalten.
Live-Ticker auf NZZ.ch
Integration statt Ausschaffung – NZZ-Leitartikel von Eric Gujer

Faymann kritisiert EU und Griechenland. Bundeskanzler Werner Faymann hat sich an diesem Wochenende mit Interviews in der Krone und Österreich zur Flüchtlingskrise eingeschaltet. Dabei kritisiert er vor allem die Versäumnisse Griechenlands: „Es geht nicht, dass Griechenland wie ein Reisebüro agiert und alle Flüchtlinge weiter schickt.“ Dass die EU-Kommission tatenlos zusehe, wie Flüchtlinge durchgewinkt werden und die Flüchtlingspolitik nicht funktioniere, sei „empörend“. Der „Richtwert“ von 37.500 Asylanträgen heuer werde konsequent eingehalten, bei der Politik Österreichs handle es sich um Notwehr.
Kanzler Kurz macht das gar nicht so schlecht – So hat Michael Fleischhacker zuletzt angesichts des weitgehend abgemeldeten Bundeskanzlers getitelt 
„Ich bleibe beim Asylkurs hart!“ – Faymann in der Krone 
oe24: Faymann knallhart: „Schluss mit dem Durch-winken!“

Bericht über Islam-Kindergärten schlägt hohe Wellen. Der Religionspädagoge Ednan Aslan hat seinen Abschlussbericht zur Untersuchung von islamischen Kindergärten und -gruppen in Wien am Freitag vorgelegt, in dem er nicht nur massive Kontrolldefizite, sondern auch eine Verbreitung des politischen Islams nachweist. In Medienberichten wird die „Terrorfinanzierung“ über Kindergärten thematisiert.
Kindergärten und Terror-Finanzierung: massiver Vorwurf, keine Belege – Randnotiz auf NZZ.at
Was in Ednan Aslans Endbericht steht – und was nicht – NZZ.at-Redakteurin Henckel hat die 177 Seiten durchgeackert

Wahlerfolge für Gemäßigte im Iran. Bei der Parlamentswahl im Iran haben die Reformer und Gemäßigten um Präsident Hassan Rohani wichtige Erfolge errungen. In der Provinz Teheran können sie auf alle Sitze hoffen. In den übrigen Regionen der Islamischen Republik zeichnete sich zunächst noch keine klare Tendenz ab. Rohani und sein Verbündeter, Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani, wurden zudem mit deutlicher Mehrheit in den einflussreichen Expertenrat gewählt. Das endgültige Wahlergebnis wird erst in einigen Tagen erwartet.
Iran election: Reformists win all 30 Tehran seats – BBC

Irland hat (ab-)gewählt. Der irische Premierminister Enda Kenny hat die Niederlage seiner Regierungskoalition bei der Parlamentswahl eingeräumt. Einen Rücktritt schloss er am Samstagabend allerdings aus. Die irische Regierungskoalition aus der Mitte-rechts-Partei Fine Gael und der linken Labour-Partei kann aber nicht mehr allein weiterregieren.
Premierminister Kenny räumt Niederlage ein – NZZ.ch

„The Revenant“ ist Oscar-Favorit. Alejandro González Iñárritus Leidenswestern „The Revenant“ geht als Favorit in die 88. Oscar-Verleihung, die in der Nacht auf Montag in Los Angeles über die Bühne geht. In den wichtigen Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“ ist die Konkurrenz mit der Finanzsatire „The Big Short“ oder dem Aufdeckerdrama „Spotlight“ groß. „The Revenant“ geht jedoch mit zwölf Nominierungen als Film mit den meisten Chancen in die Gala.
Die komplette Liste der Nominierten
Der Oscar-Kandidat „Spotlight“ – Rezension auf NZZ.ch