Was heute wichtig ist

28.04.2016

Russland eröffnet Kosmodrom mit Raketenstart. Am Donnerstagfrüh startete in Wostotschny nahe der chinesischen Grenze eine Sojus-2.1a ins All. Die Rakete hatte drei Satelliten an Bord. Am Vortag musste wegen einer technischen Panne der Startvorgang abgebrochen werden. Präsident Putin ist zur Feuertaufe des neuen Weltraumbahnhofs eigens aus Moskau angereist. Der nächste Raketenstart ist erst für 2017 vorgesehen. Ab 2018 soll in Wostotschny der kommerzielle Betrieb aufgenommen werden.
NZZ-Korrespondent Daniel Wechlin berichtet aus Moskau über Erfolge, Pannen und Vetternwirtschaft des neuen Kosmodroms.

15-jähriger Dschihadist wieder vor Gericht. In St. Pölten beginnt am Donnerstag der zweite Prozess gegen Mertkan G. Nun wird dem Sonderschüler vorgeworfen, als Mitglied der Terrormiliz IS drei Personen von deren Ideologie überzeugt zu haben. Dem 15-Jährigen drohen bei Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Er wurde bereits im Mai 2015 wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und Anleitung zur Begehung eines Terroranschlags verurteilt.
Vorbericht des ORF
NZZ.at über den ersten Terrorprozess von St. Pölten

Asylpaket beschlossen. Der Nationalrat hat am Mittwochnachmittag das Asylgesetz novelliert. Im Paket enthalten sind das „Asyl auf Zeit“, eine Notverordnung, mit deren Hilfe bei Bedarf Asylanten an der Grenze zurückgewiesen werden können, und die Einschränkung des Familiennachzugs. Die ÖVP stimmte geschlossen für das Paket, vier SPÖ-Abgeordnete stimmten dagegen. Auch das Team Stronach stimmte mit den Regierungsparteien für die Vorlage. Ablehnung kam von FPÖ, Grünen und NEOS. Der Beschluss erregte auch international Aufmerksamkeit.
NZZ: Kommentar von Ivo Mijnssen 
Sicht der BBC

Fed lässt Leitzins unverändert. Wie erwartet hat am Mittwoch die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer Aprilsitzung den Leitzins bei zwischen 0,25 und 0,5 Prozent belassen. Die Entscheidung der zehn Mitglieder des Offenmarktausschusses fiel wie beim letzten Mal mit einer Gegenstimme der Präsidentin der Kansas City Fed, Esther George, die für eine raschere Erhöhung eintritt.
NZZ-Wirtschaftskorrespondent Martin Lanz analysiert die US-Geldpolitik aus Washington

Facebook verdreifacht Gewinn. Das größte soziale Netzwerk meldet im ersten Quartal einen Gewinn von 1,51 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Im Vorjahr waren es 509 Millionen Dollar. Der Löwenanteil ging auf Werbeeinnahmen zurück. Damit machte der Tech-Gigant bessere Figur als Apple. Der iPhone-Hersteller musste am Mittwoch einen Umsatzrückgang verkünden.