Was heute wichtig ist

28.11.2015

Zielpunkt-Pleite könnte zu Gerichtsverhandlung führen. Die Wiener Zeitung berichtet, dass die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) Strafanzeige gegen Georg Pfeiffer und die verantwortlichen Geschäftsführer und Aufsichtsräte erstatten will. Es geht dabei im Wesentlichen um Krida-Tatbestände. Der oberösterreichische Handelsunternehmer schickt Zielpunkt mit 229 Filialen und fast 3.000 Mitarbeitern in Konkurs.
Die Wiener Zeitung über den Fall Zielpunkt
NZZ.at-Redakteur Moritz Moser über das fehlende Konzept bei Zielpunkt

Sammelstellen an Südgrenze leer. Den dritten Tag in Folge blieben die Sammelstellen für Flüchtlinge an der steirisch-slowenischen Grenze verwaist. Weder in Bad Radkersburg noch in Spielfeld oder den gegenüberliegenden Orten Gornja Radgona und Šentilj befanden sich heute Morgen Flüchtlinge. Das werde genutzt, um das Lager in Spielfeld umzustrukturieren, wie die österreichische und die slowenische Polizei mitteilten.
Interaktive NZZ.at-Karte: Spielfeld von oben

Trump verliert an Zustimmung in seiner Partei. Donald Trump ist zwar der führende US-Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, er verliert aber deutlich an Unterstützung seiner Parteifreunde. Zuletzt hatte Trump gesagt, er unterstütze die Forderung, dass alle Muslime in den USA in einer gesonderten Datei erfasst werden sollten. In einer Reuters/Ipsos-Umfrage favorisieren nur noch 31 Prozent der Republikaner den Milliardär als Kandidaten für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr. Das sind zwölf Punkte weniger als in der vorherigen Erhebung vom 22. November. Es ist zugleich der stärkste Rückgang für Trump, seit er im Juli die Führung übernommen hat.

Spannungen zwischen Russland und der Türkei verstärken sich. Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesprächsangebot seines türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan vorerst abgewiesen. In getrennten Interviews schieben sich die beiden Staatschefs weiterhin gegenseitig die Schuld am Abschuss des russischen Kampfjets durch türkische Streitkräfte zu. Putin hatte via CNN auch die USA in den Streit miteinbezogen, die laut seinen Angaben über die Flugroute informiert waren. Putin möchte erst mit Erdoğan sprechen, wenn dieser sich offiziell für den Vorfall entschuldigt.
NZZ: Die Türkei als neues russisches Feindbild
Spiegel: Putin lehnt Erdoğans Gesprächsangebot ab

Polanski wird nicht an USA ausgeliefert. Nun ist es endgültig fix, dass Polen dem Auslieferungsgesuch der USA nicht nachkommt. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Krakau am Freitag mit. Die US-Justiz wirft dem Regisseur vor, 1977 in Kalifornien eine damals 13-Jährige vergewaltigt zu haben. Polanski bekannte sich wegen Sex mit einer Minderjährigen schuldig und saß dafür zunächst 42 Tage im Gefängnis, bevor er auf Kaution freikam. Vor der Urteilsverkündung floh der Filmemacher nach Europa.
Guardian: Roman Polanski victim: extradition refusal ‚the right thing‘