Was heute wichtig ist

29.01.2016

China: Verschüttete Grubenarbeiter nach 36 Tagen gerettet. Vier Kumpel, die bei einem Einsturz in einem Gipsbergwerk in der Ostchinesischen Provinz Shandong verschüttet wurden, konnten nach über fünf Wochen lebend befreit werden, wie lokale Medien am Freitag berichteten. Bei dem Mineneinsturz am 25. Dezember kam ein Grubenarbeiter ums Leben, sechzehn weitere galten zunächst als vermisst. Insgesamt wurde die Hälfte der Arbeiter befreit, das Schicksal der übrigen acht ist weiterhin ungewiss.
BBC Bericht und Video von der Rettung

US-Wirtschaft wächst langsamer. Im vierten Quartal betrug das BIP-Wachstum in den USA nur 0,7 Prozent auf das Jahr umgerechnet, wie die Regierung am Freitag bekannt gab. Im dritten Quartal waren es noch 2,0 Prozent. Zurückhaltender Inlandskonsum sowie schwächelnde Exporte aufgrund des starken Dollars machten den Unternehmen zu schaffen. Für das laufende Quartal erwarten Experten trotzdem ein annualisiertes Wachstum von etwa zwei Prozent, das von der hohen Beschäftigung und anziehenden Konsumausgaben gestützt werden soll.
Bericht auf NZZ.ch

Akademikerball. Die Wiener Innenstadt wird heute wieder Schauplatz von Protesten gegen den von der Wiener FPÖ veranstalteten Akademikerball. Bis zu 2.800 Polizisten sind rund um den Veranstaltungsort – die Wiener Hofburg – im Einsatz. Ab 16 Uhr wird die Umgebung der Hofburg gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Die größte Demonstration wird ab 17 Uhr von der Universität durch die Innenstadt bis zum Museumsquartier ziehen. Die Polizei plant, 29 Kamerateams einzusetzen, um mögliche Ausschreitungen der Ballgegner besser zu dokumentieren.
Drohungen im Vorfeld: Da läuft was aus dem Ruder

Japans Zentralbank führt erstmals Negativzinsen ein.
 Die japanische Zentralbank (BoJ) führte am Freitag überraschend Negativzinsen von 0,1 Prozent auf Einlagen von Geschäftsbanken ein. Der negative Zinssatz soll Banken dazu animieren, in die Privatwirtschaft zu investieren, statt Geld bei der Zentralbank zu parken. Der Zentralrat der BoJ begründete die Maßnahme mit dem turbulenten Jahresstart der Finanzmärkte, dem deflationären Druck durch den Ölpreiszerfall und dem Wachstumseinbruch in Schwellenländern. Das Anleihenkaufprogramm bleibe unverändert, hieß es weiter. Mit der Lockerung folgt die BoJ dem Beispiel der EZB, die bereits im Juni 2014 Negativzinsen eingeführt hatte.
NZZ-Korrespondent Patrick Welter berichtet aus Tokio (NZZ.ch)

OMV muss 1,5 Milliarden abschreiben. Der Ölpreiszerfall hat das größte österreichische Unternehmen auch im 4. Quartal 2015 schwer getroffen. Insgesamt verbucht der Energiekonzern eine Wertminderung von 1,5 Milliarden Euro, wovon 400 Millionen Euro die Rumänien-Tochter Petrom betreffen, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Die endgültigen Quartalsergebnisse werden am 18. Februar veröffentlicht. Analysten der Erste Group haben ihre Empfehlung zur OMV-Aktie von „reduce“ auf „sell“ gesenkt.
Bericht auf ORF.at

WHO-Dringlichkeitssitzung wegen Zika. Wegen des vor allem in Südamerika grassierenden Zika-Virus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Dringlichkeitssitzung für Montag einberufen. Die Epidemie verbreite sich auf dem amerikanischen Kontinent „explosionsartig“, sagte WHO-Chefin Margaret Chan. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kündigte an, wegen des Zika-Virus spezielle Verhaltensrichtlinien für die Sommerspiele in Rio de Janeiro zu erlassen.
Das Zika-Virus, erklärt von Vox

Polen baut weiter um. Das polnische Parlament hat die Zusammenlegung von Justizministerium und Generalstaatsanwaltschaft beschlossen. In Zukunft ist der Justizminister also auch Generalstaatsanwalt. Die national-konservative Regierung schränkt damit die Unabhängigkeit der Justiz weiter ein.