Was heute wichtig ist

29.08.2016

Laut Aktivisten wurden am Sonntag mindestens 40 Zivilisten bei türkischen Luftangriffen in Syrien getötet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von 35 Toten in zwei Dörfern. Bei Angriffen in Homs seien sieben Zivilisten getötet worden. Die türkische Regierung gibt an, dass im Zuge der Bodenoffensive 25 kurdische Kämpfer getötet wurden. Man gehe bei den Angriffen in Nordsyrien mit „äußerstem Feingefühl“ vor, erklärten die türkischen Streitkräfte.
NZZ.ch: Tote bei Luftangriff von Asad-Einheiten auf Homs
The Guardian: Turkish airstrikes and artillery ‚kill at least 35 civilians in Syria‘
orf.at: Gewalteskalation seit türkischem Eingriff

FARC-Rebellen verkünden historischen endgültigen Waffenstillstand in Kolumbien. Nach einem Friedensvertrag mit der kolumbianischen Regierung wird es einen Waffenstillstand geben. Dieser trete ab Mitternacht (Ortszeit) in der Nacht auf Montag in Kraft, verkündete FARC-Chef Rodrigo Londoño am Sonntag. Damit wird ein jahrzehntelanger Konflikt mit über 220.000 Toten beigelegt. Dem Friedensvertrag waren vier Jahre andauernde Verhandlungen auf Kuba vorangegangen.
NZZ.ch: Farc verkündet endgültigen Waffenstillstand
New York Times: The Best Deal for Colombia

Die konservative Volkspartei (PP) und die liberalen Ciudadanos (Bürger) in Spanien einigen sich auf einen Regierungspakt. Die Parteien unterzeichneten das Abkommen am Sonntag in Madrid – zwei Monate nach der Parlamentsneuwahl. Der Pakt mit Mariano Rajoy (PP) als Regierungschef steht aber auf wackeligen Beinen. Die beiden Parteien haben keine Mehrheit. Rajoy will die Sozialisten von einer Enthaltung bei der Abstimmung überzeugen.
NZZ.ch: Konservative und Liberale unterzeichnen Pakt
orf.at: Spanien: Regierungspakt auf wackligen Beinen

Einsatzkräfte beginnen mit dem Abriss des Stadtkerns von Amatrice. Nach dem schweren Erdbeben ist jedes zweite Haus in dem italienischen Ort abrissreif. Dazu gehört eine Volksschule, die erst 2012 saniert und angeblich erdbebensicher gemacht wurde. Es wird auch befürchtet, dass durch Nachbeben weitere Gebäude einstürzen werden. Der Bürgermeister will den Stadtkern völlig abreißen und neu aufbauen lassen.
orf.at: Milliardenschwerer Wiederaufbau in Sicht

Allein am Sonntag wurden 1.100 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Die italienische Küstenwache hat die Menschen aus Booten in Sicherheit gebracht. Sie waren aus acht Schlauchbooten, zwei Kähnen und einem größeren Boot gerettet worden. Die Flüchtlinge waren in der Straße von Sizilien unterwegs. In diesem Jahr kamen bereits 105.000 Menschen auf dem Seeweg nach Italien. Mehr als 2.700 Flüchtlinge seien bei den Überfahrten ums Leben gekommen, berichtete die Internationale Organisation für Migration.
NZZ.ch: Italien rettet 1.100 Flüchtlinge aus Booten im Mittelmeer

Präsident von Usbekistan im Krankenhaus. Der autoritär regierende Islam Karimow habe am Sonntag einen Schlaganfall erlitten, wie die usbekische Regierung in einer Aussendung mitteilte. Es werde erstmals öffentlich über Karimows Gesundheitszustand berichtet. Deshalb glauben Experten, dass der 78-Jährige in einem sehr schlechten Zustand sei. Karimow regiert seit 1991 die Ex-Sowjetrepublik Usbekistan.
NZZ.ch: Langzeitherrscher Karimow im Krankenhaus
orf.at: Usbekischer Präsident Karimow im Krankenhaus