Was heute wichtig ist

30.01.2016

Ausschreitungen hielten sich in Grenzen. Bilanz der Demonstrationen gegen den von der FPÖ veranstalteten Akademikerball in der Hofburg: Neun vorläufige Festnahmen und 14 leicht verletzte Polizisten. Anders als in den vergangenen Jahren gab es keine größeren Ausschreitungen. Die überwiegende Zahl der 5.000 Demonstranten protestierte friedlich gegen die Veranstaltung, zu der unter anderem die Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling kam, die Asylwerber als „Sex-Terroristen“ verunglimpft hatte.
Georg Renner analysiert: „Warum die Demos diesmal harmlos blieben“

Syrische Opposition trifft sich in Genf. Eine Delegation von syrischen Oppositionellen wird morgen in Genf mit UNO-Vertretern über eine mögliche Friedenslösung verhandeln. Gespräche mit dem Regime in Damaskus stehen noch nicht auf der Agenda. Erst sollen humanitäre Forderungen wie eine Beendigung von Blockaden und die Freilassung von Gefangenen erfüllt werden. Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher 260.000 Tote gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen.
NZZ: Syrisches Oppositionsbündnis kommt nach Genf

UNO-Soldaten haben Frauen missbraucht. Anthony Banbury, stellvertretender UNO-Generalsekretär für den Außendienst, hat eingeräumt, dass Soldaten der Vereinten Nationen im Vorjahr 69 Frauen sexuell missbraucht haben. Die meisten Vorfälle geschahen in der Zentralafrikanischen Republik, weitere im Senegal, in Niger, Marokko und Bangladesch. Banbury versprach ein härteres Vorgehen: Künftig sollen die Länder genannt werden, deren Soldaten sich an Frauen vergehen.
FAZ: Sexueller Missbrauch von Frauen in 69 Fällen bestätigt

Facebook untersagt Waffenverkäufe. Waffenverkäufe über Facebook sind künftig verboten, nicht aber Werbung. Damit reagiert das soziale Netzwerk auf einen Aufruf von US-Präsident Barack Obama. Nach Angaben von Facebook boomt der Internethandel über die Plattform. Schon vor zwei Jahren wurde der Verkauf von Marihuana, Arzneimitteln und illegalen Drogen verboten.
Die New York Times über die Hintergründe

Stöger hätte Mindestsicherung gerne beim Bund. Der neue Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) begrüßt den Vorstoß aus Niederösterreich, die Kompetenzen für die Mindestsicherung zum Bund zu verlagern. Möglich wäre das aber nur mit Zustimmung aller Länder. Die Reduzierung der Mindestsicherung für Flüchtlinge durch die schwarz-blaue Landesrgegierung in Oberösterreich kritisiert Stöger.
Bericht auf ORF.at

China: Verschüttete Grubenarbeiter nach 36 Tagen gerettet. Vier Kumpel, die bei einem Einsturz in einem Gipsbergwerk in der ostchinesischen Provinz Shandong verschüttet wurden, konnten nach über fünf Wochen lebend befreit werden, wie lokale Medien am Freitag berichteten. Bei dem Mineneinsturz am 25. Dezember kam ein Grubenarbeiter ums Leben, sechzehn weitere galten zunächst als vermisst. Insgesamt wurde die Hälfte der Arbeiter befreit, das Schicksal der übrigen acht ist weiterhin ungewiss.
BBC Bericht und Video von der Rettung

US-Wirtschaft wächst langsamer. Im vierten Quartal betrug das BIP-Wachstum in den USA nur 0,7 Prozent auf das Jahr umgerechnet, wie die Regierung am Freitag bekannt gab. Im dritten Quartal waren es noch 2,0 Prozent. Zurückhaltender Inlandskonsum sowie schwächelnde Exporte aufgrund des starken Dollars machten den Unternehmen zu schaffen. Für das laufende Quartal erwarten Experten trotzdem ein annualisiertes Wachstum von etwa zwei Prozent, das von der hohen Beschäftigung und anziehenden Konsumausgaben gestützt werden soll.
Bericht auf NZZ.ch

USA und Brasilien arbeiten an Zika-Impfstoff. Wegen des vor allem in Südamerika grassierenden Zika-Virus’ hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Dringlichkeitssitzung für Montag einberufen. Die Epidemie verbreite sich auf dem amerikanischen Kontinent „explosionsartig“, sagte WHO-Chefin Margaret Chan. US-Präsident Barack Obama und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wollen gemeinsam die Forschung nach einem Impfstoff vorantreiben.
Zeit Online über die Impf-Pläne
Das Zika-Virus, erklärt von Vox