Was heute wichtig ist

30.10.2015

Syrien-Konferenz in Wien. Spitzendiplomaten aus mindestens 17 Staaten – darunter den USA, dem Iran und Saudi-Arabien – sowie Vertreter der EU und UNO nehmen heute an einer Syrien-Konferenz in Wien teil. Den Auftakt bildete gestern ein Treffen zwischen den Außenministern der USA und des Iran, Kerry und Zarif. Bisher hatte Washington es abgelehnt, mit Teheran über Syrien zu verhandeln. Danach trafen sich die Außenminister der USA, Russlands, der Türkei und Saudi-Arabiens.
Die New York Times über die Differenzen zwischen Iran und Saudi-Arabien, die den Gipfel gefährden

„Arbeitsmarktgipfel“ der Regierung und Sozialpartner. Die Regierung und die Sozialpartner treffen sich angesichts der Rekordarbeitslosigkeit am Vormittag zum lange erwarteten Arbeitsmarktgipfel im Bundeskanzleramt. Auf der Agenda stehen ein Wohnbaupaket, eine Senkung der Lohnnebenkosten, das Thema Flüchtlinge und Infrastrukturinvestitionen. In Österreich wird die Arbeitslosenquote heuer auf den höchsten Wert seit dem Jahr 1946 klettern.

Heuer 63.000 Asylanträge in Österreich. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat am Donnerstag beim Treffen der Landesflüchtlingsreferenten in Salzburg die aktuellen Asylwerber-Zahlen für Österreich bekannt gegeben. Demnach wurden heuer bereits 63.000 Asylanträge gestellt, im ganzen Vorjahr waren es rund 28.000. In den vergangenen zwei Tagen wurde die höchste Zahl an Anträgen verzeichnet, seit es Aufzeichnungen gibt.
Außenminister Kurz im NZZ-Interview zur Asylkrise

 

Chinas Marinechef warnt vor Krieg im Südchinesischen Meer.  Der Chef der chinesischen Marine hat die USA im Streit über das Spratly-Archipel im Südchinesischen Meer vor weiteren Provokationen gewarnt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass bereits „ein kleiner Vorfall zum Krieg führen könnte“, sagte Admiral Wu Shengli am Freitag. Die USA hatten in dieser Woche ein Kriegsschiff in die Zwölf-Meilen-Zone um eine der von China geschaffenen künstlichen Inseln des Archipels geschickt. Diese Inseln werden von den USA und Anrainerstaaten nicht anerkannt.
Matthias Müller aus Peking mit Details zu dem Konflikt

WHO rudert bei Warnung vor Wurst zurück. Nach dem Sturm der Entrüstung wegen der Warnungen vor dem Verzehr von Wurst und rotem Fleisch hat die WHO gestern versucht, die Wogen wieder zu glätten. Es sei nicht darum gegangen, von den Leuten zu verlangen, keine Wurst mehr zu essen, erklärte die Organisation in Genf. Vielmehr sei die Schlussfolgerung gewesen, „den Konsum dieser Produkte zu verringern“, weil dies das Krebsrisiko senken könne.
Spiegel