Was heute wichtig ist

31.08.2016

Apple muss 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen. Die EU-Kommission verpflichtet Irland zu einer Steuerrückforderung über 13 Milliarden Euro. Das Land habe Apple unzulässige Vergünstigungen gewährt, begründete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Entscheidung am Dienstag in Brüssel. Drei Jahre lang untersuchte die Kommission den Steuerdeal zwischen der irischen Regierung und dem US-Konzern. Apple und Irland wollen die Entscheidung so jedoch nicht hinnehmen.
NZZ.at: Apple muss 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen
NZZ.at: Warum nur 13 Milliarden Euro – und nicht 300 Milliarden?
Steuermoral: Apple kämpft um seinen Ruf

Waffenruhe zwischen syrischen Kurden und der Türkei. Die Kämpfe zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Milizen in Syrien sind nach Angaben der USA abgeflaut. Seit rund 18 Stunden habe es keine Gefechte mehr gegeben, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Auch kurdische Vertreter der Milizen im Norden Syriens bestätigten die vorübergehende Waffenruhe. Aus türkischen Militärkreisen heißt es dagegen, es werde momentan einfach nicht geschossen. Die Türkei startete letzte Woche eine Militärinvasion gegen den IS und kurdische Milizen in Nordsyrien.
Rüesch über die US-Politik in Syrien: Obama zwischen allen Stühlen

Erneut 3.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Italiens Küstenwache rettete am Dienstag, einen Tag nach dem Großeinsatz vor der libyschen Küste, erneut tausende Flüchtlinge aus Seenot. An den 30 Rettungseinsätzen waren mehrere Schiffe beteiligt. Am Montag waren rund 6.500 Menschen in Seenot geraten.
Flüchtlingspolitik der EU: Schinwald zu einem Jahr Grenzöffnung
NZZ: Alleine am Montag 6.500 Menschen gerettet

Brasilien steht vor einem Machtwechsel. Heute findet das endgültige Votum über eine mögliche Amtsenthebung der linken Präsidentin Dilma Rousseff statt – um 11.00 Uhr Ortszeit wird in Brasilien über einen Machtwechsel entschieden. Nach einer über 13-stündigen Marathonsitzung zeichnete sich jedoch bereits im Vorfeld ein schlechtes Bild für die Präsidentin: Schätzungen gingen von rund 60 Ja-Stimmen der 81 Senatoren aus. Ihr wird Haushaltsmanipulation vorgeworfen. Sie spricht jedoch von einem Putschversuch. Wird Rousseff abgesetzt, wäre Interimspräsident Michel Temer mit einer Mitte-rechts-Regierung bis 2018 neuer Präsident.
Rouseff: Mehrheit für Absetzung wohl fix
Auge in Auge mit ihren Richtern

Emmanuel Macron deutet Präsidentschaftskandidatur an. Acht Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich legte am Dienstag der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron sein Amt zurück. Danach deutete er eine mögliche Präsidentschaftskandidatur an, ohne sie offiziell zu verkünden: „Ich will heute eine neue Etappe in meinem Kampf einleiten und ein Projekt aufbauen, das einzig und allein dem Allgemeinwohl dient“. Damit haben bereits mehrere ehemalige Regierungsmitglieder Interesse an dem Amt gezeigt.
Macron tritt als Wirtschaftsminister zurück
Rebellion im eigenen Lager: Alle gegen Hollande

Theresa May berät über Brexit-Fahrplan. Die britische Premierministerin Theresa May trifft sich heute erstmals nach der Sommerpause mit ihrem Kabinett. Bei dem morgendlichen Treffen auf dem Landsitz Chequers soll es vor allem um einen Fahrplan für die Brexit-Verhandlungen gehen.
Guardian: Divisions emerge as Whitehall draws up Brexit scenarios
Lobbyisten und Anwaltskanzlein: Das Geschäft mit dem Recht